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Positives Denken
ist wie Zuckerguss auf Scheiße!
Die Welt freut sich über den Anblick des Zuckergusses.
Mit der Scheiße darunter will sie nach Möglichkeit nichts zu tun haben.
Ganz langsam wird man alt.
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Positives Denken
ist wie Zuckerguss auf Scheiße!
Die Welt freut sich über den Anblick des Zuckergusses.
Mit der Scheiße darunter will sie nach Möglichkeit nichts zu tun haben.
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| Bild von xaviandrew auf Pixabay |
Zeit
heilt gar nichts.
Zeit
sorgt nur dafür, dass niemand mehr fragt!
I
have no one who fears loosing me.
No one who lies awake at night
wondering where I might be.
No restless heart awaits my call.
No
one asks if I'm ok.
No empty chair would feel my absence if I
quietly slipped away.
And
maybe that's the truth: I was never someones home.
I could
disapear without a sound an no one would know I'd gone.
So
whenever I choose, I can fade.
Like a shadow swallowed by the grey.
A hidden soul, unseen, unfelt, vanishing quietly, day by day.
Fundsache bei facebook. Autor unbekannt.
Dear Death
You are not the first thief to break into this chest.
You are just arriving at the end of a long execution.
Live was the one that stripped me bare,
taking, breaking and hollowing me out.
Long bevor you ever died.
I have bee bleeding out my essence in silence for haf a lifetime.
It didn't happen all at wonce; it was a slow quiet theft.
A dream abandoned here, a little trust broken there.
The innocent part of me, that once believed, people actually ment what they said.
So when it is finally time for us to walk away
you will realize there is nothing left here to kill.
Don't weep for what is left of me.
Just be gentle with the shattered wreckage, the world decided to return too late.
Tja, da musste 77 werden um eine Fahrt in einem Kabrio zu machen. 😂
Der Nachbar auf meiner Etage hier im Haus hat nicht nur einen Hund sondern auch ein Kabrio. Hab ich mein Herz in die Hände genommen, dem Nachbarn Bestechungskuchen gebracht und ihn gefragt, ob er mal mit mir durch die Gegend fährt. Am liebsten auch gleich zum "Alten Landhaus" wo es den besten Kuchen im Bergischen gibt, weil ich da auch so lange nicht mehr war und man muss ja ein Ziel haben.
Hat er gelacht und zugesagt.
Heute um halb eins sind wir los. Kuchen kaufen. Danach wollte er was essen. Und weil ich nur entweder Kuchen oder Essen finanzieren kann, hat er mich eingeladen und wir waren in der Pfannkuchenmühle. Da war das ein richtig teurer Ausflug für ihn, aber er hatte wohl auch Spaß dran.
Auf dem Rückweg ist er einfach gefahren, wie er Lust hatte. Dadurch lernten wir zwei Sackgassenstraßen mit Wendehammer am Arsch der Welt kennen. Unterhalb der Wendehammer war jedes Mal die Dhünntalsperre. Aber in unserer Gegend kommt man immer irgendwann ins Tal der Dhünn und dann findet man wieder nach Hause.
Jedenfalls ist Auto fahren ohne Dach schon ziemlich toll. Aber Ledersitze bei der Hitze machen einen trotz Fahrtwind klatschnass im Rücken.
Um halb vier waren wir wieder zuhause. Beim Kuchenkauf hab ich natürlich wieder übertrieben und hab noch was für morgen.
Die Eliten hab ich damals zu groß eingezeichnet, die machen viel weniger aus. Aber sonst stimmt alles noch so, wie 2007. Diese Erkenntnis erschreckt mich immer noch.
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| Bild von CharuTyagi auf Pixabay |
Schrob ich schon, dass ich im Keller alte Ordner entrümpel und dabei alte Tagebücher gefunden habe? Die Ordner will ich weg haben, aber die Tagebücher nicht. Nun übertrage ich seit ein paar Wochen die Texte ins Notebook. 1998 hab ichdamals angefangen. 5 Jahre hab ich schon abgetippt.
Ist schon interessant, was ich so alles an Details vergessen habe. Dass zum Beispiel das schlechte Verhältnis zu den Eltern tatsächlich Gründe hatte und ich mir im Nachhinein, wo jetzt beide tot sind, das schlechte Gewissen, dass ich manchmal habe, wirklich sparen kann. Absolut nicht nötig.
Diese Jahre waren geprägt von Existenzangst und Kampf ums tägliche Überleben. Von Menschen, die immer für mich da waren - und das auch heute noch sind - und von jenen, die mich brutal im Stich gelassen haben. Ich verstehe heute nicht mehr, dass ich damals in der Lage war, diese psychischen Belastungen auszuhalten, ohne in der Klapse zu landen.
Aber das Interessanteste für mich heute ist, dass nicht nur die Erinnerung an die Ereignisse wieder da ist, es gibt auch eine emotionale Erinnerung. Situationen, die mir damals Übelkeit oder Zorn oder Verzweiflung machten, machen mir beim Lesen heute die gleiche Übelkeit wieder. Den gleichen Zorn, die gleiche Verzweiflung, aber auch die gleiche Freude.
Dass auch solche Emotionen alle gespeichert sind, hatte ich nicht erwartet. Die Folge davon: ich bin manchmal ziemlich aufgewühlt, wenn ich das abtippe.
Und ich habe wieder angefangen, täglich aufzuschreiben, was passiert und was mich bewegt. Aber nur für mich und nur im Notebook. Mit Passwort drauf. 😁
Immer wieder, wenn ich über meinen kaputten Arm spreche und die Folgen daraus, oder über BamBams Tod kommt irgendwer mit dem Argument, dass Selbstmitleid auch nichts nützt.
Dem will ich nicht widersprechen. Selbstmitleid hilft bei Trauer überhaupt nicht weiter. Sich selbst jeden Tag zu bedauern hilft einem nur in die nächste Depression hinein und nicht wieder heraus. Ich stelle aber fest, dass ich mich sperre, wenn speziell mir jemand "empfiehlt", nicht in Selbstmitleid zu verfallen.
Ist es so schwer nachzuempfinden, dass eine körperliche "Beschädigung", oder der Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres, jeden Tag aufs Neue bewältigt werden muss und das nicht alle Tage gleich gut gelingt?
Ist es Selbstmitleid, wenn ich am Jahrestag des Unfalls oder an BamBams Todestag traurig bin, wenn ich diese Tage nicht mit strahlendem Gesicht verbringen kann und zugebe, dass mir diese Ereignisse immer wieder mal hochkommen und mir klar machen, was da kaputt gegangen ist oder was ich verloren habe? Ich wiederhole, ich rede von Jahrestagen. Nicht davon, dass ich täglich jammere!
Dass ich mich z.B. beim Anziehen oder beim Toilettengang tatsächlich täglich verrenken muss, bis die Unterwäsche wieder sitz, dass ich das aber nur am Jahrestag mal der Rede wert finde. Ist es Selbstmittleid, dass ich das jeden Tag aufs Neue beschissen finde?
Wenn ich mich beim Duschen daran erinnere, wie gerne ich früher gebadet habe und das jetzt nicht mehr kann - darf mich das nicht traurig machen? Ist das dann Selbstmitleid?
Wenn ich beim Lesen meiner Reiseerlebnisse denke, dass solche Reisen mit BamBam schöner waren, als ohne ihn. Ist das Selbstmitleid?
Warum werde ich bei traurigen Einnerungen immer wieder gemahnt, nicht in Selbstmitleid zu verfallen? Das passiert ja nicht nur mir, das ist Standard, wenn ein Mensch Trauer zum Ausdruck bringt. Irgendeiner kommt immer mit dem guten Rat, nicht in Selbstmitleid zu verfallen. Ich lese das ja nicht nur bei mir, auch in Kommentaren bei Anderen.
Es geht mir mit diesem Beitrag weniger um mich, als um die Frage: Wie gehen andere mit Trauer allgemein um, wenn sie zur Sprache kommt? Wie gehen manche mit meiner Trauer um, wenn ich sie erwähne?
Es gibt solche Menschen, die einem die Trauer erlauben, Empathie bezeugen, einem verbal oder virtuell einfach mal auf die Schulter klopfen und mir zustimmen, dass es Mist ist, das aushalten zu müssen, dass man es aber doch bisher ganz gut weggesteck und Lösungen gefunden hat.
Und dann gibt es die, die mir mit einem "Selbstmitleid hilft nicht" klar machen, dass sie von meiner Trauer nichts wissen wollen, dass ich meine Trauer für mich behalten soll, oder dass ich ihnen mit meiner Trauer die Laune verderbe und ihnen mein "Selbstmitleid" ersparen soll. Steckt da nicht eher das dahinter? Ermutigend wirkt es doch eher nicht! Oder?
Ich hatte heute keine Termine und erwartete auch keinen Besuch. Aber es schellte plötzlich trotzdem bei mir. Ich an der Sprechanlage: "Wer ist da bitte?" Antwort: "Ich, Iris."
Hä? Iris? Ach so! Iris! Tür aufgedrückt.
Iris ist gehört zu den netten Nachbarn, die ich hier mit BamBam im Laufe seines Lebens so kennengelernt habe. Man traf sich vor dem Haus, im Vorgarten, hat eine Weilchen erzählt und dann ging der Hund weiter und "Tschö!"
Wir haben uns noch nie zuhause besucht. Aber jetzt stand sie vor der Tür. Sie wollte mich was fragen.
Seit einiger Zeit ist sie Mitglie im Verein "einfach gemeinsam." Da hat sie an mich gedacht, ob das vielleicht auch was für mich sein könnte und brachte Prospektmaterial. Die Illusion hab ich ihr geraubt, weil ich ja so absolut ungesellig bin und mich damit aber auch absolut wohl fühle. Mit Vereinen und Gruppen bin ich halt überfordert.
Dann erzählte sie, sie wolle in die Stadt, schauen, ob sie eine neue Handtasche findet, ihre alte sei kaputt. Ob ich Lust hätte mitzukommen. Hab ich spontan zugesagt, mich angezogen und wir sind in die Stadt gefahren. Da waren wir ungefähr 2 Stunden zusammen unterwegs, bis wir wieder zuhause waren. In der Zeit haben wir uns aus dem Leben erzählt. Sie arbeitet in der Demenz-Pflege, liebt ihren Job, aber er powert sie auch aus.
Das war so ganz spontan ein richtig netter Nachmittag. Wir wollen das widerholen. Ob uns das gelingt, wissen wir aber nicht, denn sie ist mit Familie, Job und Haus voll ausgelastet. Deshalb liegt auch die Entscheidung, ob und wann wir das mal wieder machen bei ihr. Denn ich bin flexibel, sie nicht.
Jedenfalls hat sie eine neue Handtasche gefunden und ich hab bei der Gelegenheit bei Aldi ein bisschen Gemüse für morgen eingekauft.