Dienstag, 3. Februar 2026

Facebook-Fund, geklaut

 gefunden bei Ismael Jonas, Psychologe, Salzburg

Den Text muss ich behalten. Er beschreibt die Veränderungen so gut, besser kann ich das auch nicht.  

Ich dachte immer, sein erster Satz "Ich würde mich selbst als tolerant, freiheitsliebend und gelassen beschrieben" würde auf mich zutreffen. "Ja," dachte ich, "ich mich auch!" Darum hab ich den ganzen Text gelesen. Inzwischen stimmt das nicht mehr. Ich bin immer noch freiheitsliebend, darum geht mir der Zustand der Welt ja auch zunehmen so ans Nervenkostüm. Aber so tolerant, wie ich mal war, bin ich nicht mehr. Und die Gelassenheit ist eine Maske geworden, die ich immer schwerer ertragen kann. 

Hier kommt jetzt sein Text: 

WARUM ICH IM ALTER IMMER EXTREMER WERDE - OBWOHL ICH DAS NIE WOLLTE
Ich würde mich selbst als tolerant, freiheitsliebend und gelassen beschrieben.
Diese Haltung ist kein Lifestyle, sondern mein innerer Kompass:
Jeder soll sein Ding machen. Solange er andere in Ruhe lässt.
Und diese Einstellung habe ich heute immer noch.
Und trotzdem merke ich: Ich gelte heute als „extrem“.
Nicht, weil ich radikaler geworden bin – sondern weil sich die Spielregeln verschoben haben.
Beispiel: Ich hatte nie etwas gegen Flüchtlinge. Im Gegenteil: 2016 habe ich mich bewusst entschieden, als Psychologe in diesem Bereich zu arbeiten. Nicht aus Ideologie, sondern weil ich helfen konnte – und gebraucht wurde.
Schon 2017 wurde mir klar:
Integration ist schwierig.
Komplex.
Das wird sehr, sehr anstrengend.
Aber genau darüber durfte man 2017 plötzlich nicht mehr sprechen.
Nicht, weil es falsch war – sondern weil es störte.
Damals wurde man noch nicht beschimpft.
Man wurde einfach ignoriert.
Dann kam Corona.
Und hier ist etwas Entscheidendes passiert.
Zum ersten Mal habe ich erlebt, wie massiv und grob in Freiheitsrechte eingegriffen wurde.
Noch schockierender war etwas anderes:
Wie viele Menschen in kürzester Zeit autoritär wurden – und es genossen.
Menschen, die sich überboten mit Fantasien darüber, wie man Ungeimpfte ausgrenzen, bestrafen, wegsperren sollte.
Das war kein Randphänomen.
Das kam aus der Mitte.
Nach Corona dachte ich – naiv, wie ich zugeben muss:
Jetzt ist es vorbei.
Migration abgeebbt.
Pandemie vorbei.
Zurück zur Normalität.
Das Gegenteil trat ein.
Eine neue Migrationswelle setzte ein.
Diesmal sichtbar.
Spürbar.
Das Stadtbild veränderte sich real – nicht gefühlt.
Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Kollegin aus der Flüchtlingsarbeit:
„Ist dir aufgefallen, dass plötzlich ganz andere Menschen auf den Straßen sind?“
Wir fanden das beide erschreckend.
Ab diesem Punkt war etwas neu:Wer das offen sagte, war kein Kritiker mehr – sondern „Nazi“.
Und parallel wurde die Öffentlichkeit im Unklaren gelassen, was hier eigentlich geschieht.
Dazu mehr ein anderes Mal. Es ist nämlich so, dass diese Massenmigration nicht zufällig passiert …
Seitdem beschleunigt sich alles.
Mit der Machtübernahme der Grünen kam eine Politik, die man nüchtern so beschreiben kann:
Sie hat einer ohnehin angeschlagenen Wirtschaft den Rest gegeben.
Was wir heute erleben, ist eine Spaltung, wie ich sie so noch nie gesehen habe.
Ich bin Debatten gewohnt.
Ich kann andere Meinungen aushalten.
Was ich heute sehe, ist jedoch etwas radikal anderes:
1. Moral ersetzt Argumente
Abweichende Positionen werden nicht widerlegt, sondern moralisch disqualifiziert.
Nicht „du irrst“, sondern „du bist schlecht“.
2. Sprache wird zur Waffe
Begriffe wie „rechts“, „unsolidarisch“, „Nazi“ dienen nicht mehr zur Beschreibung, sondern zur Ausgrenzung.
3. Medien und Politik verschmelzen ideologisch
Bestimmte Narrative werden nicht mehr geprüft, sondern vorausgesetzt.
Kritik gilt als verdächtig – nicht als notwendig.
Ich merke:
Meine Grundhaltung ist gleich geblieben.
Aber das Koordinatensystem hat sich so weit verschoben, dass ich heute als „extrem“ gelte.
Ich bin nicht glücklich darüber, dass ich so etwas schreiben muss.
Es sind nicht die Themen, mit denen ich mich eigentlich beschäftigen möchte.
Ich hätte andere, schönere Themen.
Aktuell schreibe ich ein Buch über das, was in unserer Gesellschaft geschieht – und über das, worauf es meiner Einschätzung nach hinauslaufen wird. Nicht aus Lust, sondern aus einem dringlichen Gefühl heraus. Dem Gefühl, dass wir auf der Kippe stehen.
In meinem eigenen Wirkungskreis habe ich immer versucht, eine Stimme der Vernunft und der Freiheit zu sein.
Doch ich spüre: Das reicht nicht mehr.
Ich schreibe nicht, weil ich will.
Ich schreibe, weil ich nicht länger tatenlos zusehen kann.
Vielleicht werde ich nicht radikaler.
Vielleicht verteidige ich einfach nur Werte, die einmal selbstverständlich waren:
Freiheit.
Debatte.
Realismus.
Und vielleicht ist genau das heute schon extrem genug.
 
 

Freitag, 23. Januar 2026

Level 76 abgeschlossen - Level 77 freigeschaltet

 

Wurde Level 76 erfolgreich abgeschlossen? Definiere „Erfolg“. Ich lebe noch. Den Level hinter mich gebracht zu haben, ist mir im Moment Erfolg genug.

Montag, 15. Dezember 2025

Ich bin mal wieder viel zu empfindlich ...

Bild von Foto-RaBe auf Pixabay

... glaub ich.

Wenn man ein paar Wochen nicht zu Hause ist, bittet man Nachbarin G, sich um die Blumen zu kümmern und die sagt zu. Die Bitte erfolgte einige Wochen vor dem Reisetermin. Eine Woche vorher hat man sie erinnert. Anwort: sie hat das auf dem Schirm. 

Die Zeit vergeht und am Tag vor der Abreise hab ich sie noch einmal gebeten, sich bitte zu melden. Keine Antwort, sie war auch bis spät abends gar nicht zuhause. Am Abreisetag hab ich morgens in aller Eile die Blumenversorgung anders organisiert, mit Nachbarin A. Und dann war ich weg, wusste meine Blumen versorgt.

Und nun!!! wo ich weg bin!!! wird Nachbarin G aktiv. Man hätte das ja alles auch telefonisch machen können. Ja, hätte man, wenn sie sich denn, auf meine Bitte hin, bei mir auch mal telefonisch gemeldet hätte. Nun, in meiner Abwesenheit, organisiert sie mit Nachbarin A alles wieder um, dass sie es selbst machen kann. Ob ich damit einverstanden sei, etc. pp. Und mir schwillt der Kamm.

Es ging zwar immer "nur" um die Blumen. Nichts weltbewegendes, aber die blühen gerade wie doof und diesmal wollte ich, dass sie meine Abwesenheit überleben: 3 Gliederkakteen und 3 Orchideen. Auch die abgeblühten Orchideen treiben neue Blüten. Ich hätte gerne vorher besprochen, welche Behandlung die gewöhnt sind und anscheinend dermaßen lieben, dass sie mir wieder neue Blüten schenken wollten. 

Mein Verhältnis mit Nachbarin G war immer sehr angenehm. Das ging von Klöns mit Likörverkostung bis zu "haste mal ein Ei für mich" und gegenseitge Paketannahme. Diese Nichtbeachtung, die mir da plötzlich entgegengebracht wurde, trotz mehrerer Bitten  - fand ich kränkend. Sie hätten beide - der Mann und sie selbst - gesundheitliche Probleme gehabt. OK, kann man aber doch alles kommunizieren, oder? Ein "du, tut mir leid, ich hab keinen Nerv, kannst du dir das bitte anders organisieren" hätte mir gereicht. Ein einfaches "ich kann nicht, Erklärung kommt später", auch schriftlich, hätte mir auch gereicht. Aber diese totale Ignoranz - damit kann ich nur sehr schlecht umgehen. So macht man das doch nicht miteinander, oder?  Das ist ein subtiles "du bist mir gerade scheißegal". 

Aber als starke Frau - die ja ihre Stärke erworben hat, weil sie im Leben permanent auf den Pott gesetzt wurde - findet man Lösungen, für die man keine Nachbarinnen um Hilfe bitten muss. Es gibt beim verpönten "a" Bewässerungssysteme, mit denen man Topfpflanzen über mehrere Wochen hinweg versorgen kann. Für 15 Euro kann man sich dort allen Stress ersparen. 

Im Sommer bin ich wieder 4 Wochen weg. Da hab ich dann ein Bewässerungssystem und die Nachbarn können mich mal. Einladungen zur Likörverkostung werden jetzt eher nicht mehr ausgesprochen.

 

Sonntag, 14. Dezember 2025

Überforderungen im Alter

Man sagt ja, alt werden sei nix für Feiglinge. Ich bin kein Feigling, aber das Altern nervt tortzdem.

Der Besuch des Weihnachtsmarktes auf Schloß Moyland hat mich heute überfordert. 

Weihnachtsmärkte mit Menschenmengen sind ja eh nicht mein Ding. Der Weihnachtsmarkt war jedoch außergewöhnlich attraktiv. Er kostete auch Eintritt. Die Menschenmengen verliefen sich auf dem großen Gelände um das Schloss herum und wären kaum das Problem gewesen, wenn

- wir den Rundgang nicht falsch herum gemacht hätten. Er war ausgeschildert, aber das Schild haben wir nicht gesehen und sind die Runde falsch gelaufen. Dadurch hatten wir permanent Gegenverkehr, manchmal mit "Menschenmauern" von 4 bis 5 Stück Leute. 

- ich in der Runde nicht ständig hätte gucken müssen, wo Caro und Wilhelm waren. Denn jeder von uns - ich ja auch - blieb ständig an einer anderen Ecke stehen. Für Fotos oder nur zum gucken. Und so kam es tatsächlich, dass ich einmal da stand und nicht mehr wusste, wo die beiden waren. 

- ich in den letzten 2 Jahren mehr fotografiert hätte. Ich stand mit meiner Digi da und wusste nicht mehr, wie ich in der Dunkelheit richtig belichten musste. Dafür hätte ich mehr Zeit gebraucht, aber dann liefen mir die Kumpels weg. 

- ich nicht seit dem Unfall so unsicher auf den Füßen geworden wäre und mit der Angst zu fallen kämpfen müsste. Wenn ich nicht ständig gucken kann, wohin ich die Füße setze, werde ich unsicher beim Gehen. 

So hatte ich also 4 Dinge gleichzeitig unter einen Hut zu bringen: zu viele Menschen, auf die Füße gucken, gleichzeitig auf die Kumpels achten und mit den Digieinstellungen kämpfen. Ich bekam STress und mir wurde schlecht. Die einfachste Lösung lautete: lass die Digi stecken. Darum hab ich aufgehört Fotos zu machen und für den Reiseblog die Fotos bei Caro geklaut. 

Aber der Kopf steckt das nicht als normal weg und rotiert nach der Erkenntnis des Problems. Er kann nur schwer damit umgehen, dass das alles mal einfacher war und jetzt schwieriger wird. Dass die Belastbarkeit wegen solcher simplen Dinge immer weniger wird. Dass man tatsächlich bis zur Übelkeit überlastet ist. 

Scheiße so was! 

 


 

Freitag, 14. November 2025

Sachsenreise

Vom 5. bis 9.11. war ich mit Caro in Sachsen. Genauer im Erzgebirge, in Weigamannsdorf. Dort ist der Hund verfroren und das am Arsch der Welt. Aber landschaftlich sehr schön. Größtenteils erinnere mich die Landschat ans Bergische. Flache Hügel, viel Landwirtschaft und das alles bei Sonnenschein - einfach schön. Die Ausflüge nach Augustusburg und Greifenstein zeigten die rauhere Seite des Erzgebirges. Viele steile Felswände. Wer das lesen will kann HIER starten und sich dann weiter durchklicken. 

Sonntag, 19. Oktober 2025

Mein Blog - so langweilig, wie mein Leben

 

Ein Arzt würde wahrscheinlich sagen: "Junge Fraue, sie haben eine fette Depression. Sie sollten mal lieber ein paar Happypillen nehmen." Würde ich garantiert auch bekommen, aber ich will keine. Noch gelingt es mir, jeden Tag aufzustehen, auch wenn das immer länger dauert. Derzeit bin ich bei 11 Uhr am Vormittag. Aufstehen ist halt der schwerste Teil des Tages. Aber das war immer schon so. Während des Arbeitslebens hat das der Job verhindert, danach 22 Jahre lang der jeweilige Hund. Jetzt ist da nichts und niemand mehr für den ich aufstehen muss. Toilette? Ja, mit halb geschlossenen Lidern und danach noch mal unter die Decke. Augen zu und weitere 2 Stunden im Nirwana. 

Rausgehen? Nur wenn ich einen Grund habe oder ein Ziel. Grund und Ziel genug sind immer noch die Markttage, mittwochs und samstags. Aber an allen anderen Tagen fehlen Grund und Ziel. 

Doch, ich tu mir auch Gutes. Neben dem Computer- und Lesesessel stehen immer Blumen. In der Stadt gibts immer Kuchen oder Eis.  Ich muss derzeit nicht sparen und tu das auch nicht. 

Die Einkäufe liefert derzeit der REWE-Lieferservice. Auch das hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass ich wieder ein Mal in der Woche "einkaufe" und die mir das in die Wohnung bringen. Dadurch hab ich die Kosten besser im Griff als wenn ich die Einkäufe auf 3 oder 4 Mal verteile, weil ich nur kleinere Mengen im Rucksack tragen kann. Der Nachteil ist: ich muss nicht mehr so oft raus. Früher bin ich wenigstens ein Mal wöchentlich zum Netto in Hand gelatscht und ein oder 2 Mal mit dem Bus in die Stadt gefahren. Das fällt jetzt weg. Andererseits muss ich nichts mehr schleppen, was sehr angenehm ist. 

Im September hab ich ja von alleine ca. 2 Kilo abgenommen. Aber weiter ging das dann nicht. Ich fühle mich, als wär ich inwendig voller Müll und alles Gewicht sitzt auf Magenhöhe und darüber. Darum habe ich am Freitag, also vorgestern, mit einem neuen Fastenversuch begonnen: 5:2. 5 Tage essen, 2 Tage fasten, wobei die 2 Fastentage aber nicht direkt hintereinanderliegen. Montags und Donnerstags will ich fasten. Alle anderen Tage kann ich "normal" essen. Nicht vollfressen! Nur normal essen, bis satt, dann Ende. Nach dem ersten Fastentag am Freitag waren es 96,5 Kilo. So "leicht" war ich lange nicht mehr. Schaun wir mal, wohin das führt.  Wenn ich mit Caro ins Erzgebirge fahre, wird das eh für 5 Tage unterbrochen.

Was mir immer noch Spaß macht, wozu ich mich aber auch zwingen muss, anzufangen, ist das Malen. Egal ob LineArt mit Stiften oder mit Wasserfarben - ich mag beides. Wenn es mich überfällt, statt zu üben mal richtig was zu malen, entstehen Bilder, wie das oben und das Nachfolgende. Und dann bin ich stolz.


Aber auch das ist immer noch üben, üben, üben und lernen, welche Fehler man dabei gemacht hat. 

LineArt sind diese, die ich einfach nur schön finde und bei denen ich nicht nachdenken muss. Da hab ich derzeit eine schon lange andauernde Phase mit diesen langen Linien. 

DIN A5, schwarzer Fineliner

 
DIN A4

 Es wechselt sich meistens ab. Wenn die Wasserfaren trocknen müssen, male ich mit Stiften. 

Ich bin überzeugt, dass mich die Malerei derzeit vor dem geistigen Verfall oder dem Wahnsinn rettet, denn auch wenn ich mich zwingen muss anzufangen - ich fange an. Irgendwann am Tag und spät, aber ich fange an. Und dann vergess ich den Zustand der Welt, das Alleinesein, dass der Hund fehlt und dass ich mich "verloren" habe und nicht mehr ich bin. Für mich ist 2023 die Welt untergegangen. Pathetisch, aber für mich fühlt sich das so an. 

Man kann wieder mit der Straßenbahn die Mülheimer Brücke benutzen. Darum werde ich eine neue Jahreskarte für den Zoo kaufen und dort auch wieder hinfahren. Seit dem letzten Zoobesuch habe ich die Kamera nicht mehr angefasst. Da muss ich dann auch wieder neu reinsteigen. Abwechslung hätte ich also genug. Denn lesen und puzzlen tu ich ja auch noch. Und bei fb guck ich auch noch, aber sehr viel selektiver als früher.

Jetzt freu ich mich erst mal auf die Fahrt ins Erzgebirge Anfang November. Wir werden Freiberg und Dresden besuchen und mit Jana Geburtstag feiern. Andere "Tapeten", andere Gedanken und mal wieder viel lachen. 

Sonntag, 14. September 2025

Kaum zu glauben ...

 ... aber ich nehme ab. 😕 How come? Hab da jetzt nicht ernsthaft dran gearbeitet aber wollen tu ich das ja schon. Schon lange. Aber dann doch resigniert aufgegeben. Und jetzt hab ich innerhalb von ca. 4 Wochen 2 Kilo runter.

Heißluftfriteuse?
Fakt ist, dass ich weniger Fett esse, denn die braucht keins oder nur minimale Mengen, um leckere Sachen zu machen. Und wenn ich z.B. Hähnchenbeine rein mache, kommt sogar noch das darin enthaltene Fett zu einem großen Teil raus. Hab ich dann ja im Auffangtopf unten drin.

Ich hatte auch wenig Fleisch. Weil ich total auf die Fritten mit Gemüse oder Salat abgefahren bin. Bratkartoffeln mit Gemüse - dafür hätte ich immer schon aufstehen können. Aber Bratkartoffeln in der Pfanne? Dauert mir viel zu lange, bis die braun und gar sind. Die HLF braucht nur 20 Minuten. Darum hatte ich fast jeden Tag Fritten. Dafür braucht das Ding nur ca. einen Teelöffel Öl. 

Jedenfalls sagte die Waage heute morgen: 96,6 
Nach Wochenlangen 98 oder 99 Kilo. Mal sehen, ob das noch weiter geht.

Donnerstag, 11. September 2025

Die Sommerdepression ist vorbei ...

Das "Atelier" mit dem Aquarell-Buch

... und die Lebensgeister werden wieder wach.

Die Sommermonate waren zwar nicht so heiß wie in vergangenen Jahren und die Hitze hat auch nicht so lange angehalten aber die Depression war eine Fette! Ich bin nur zum Einkaufen raus gegangen und hab die meiste Zeit verschlafen. Und kaum sinken die Temperaturen wieder, erwache ich auch wieder zum Leben und hab wieder angefangen zu zeichnen und zu malen. 

Die Arbeit mit Wasserfarben ist qualvoll. Am wenigsten Frust mit dem Ergebnis hab ich halt, wenn ich die rechte Hand zum malen benutze. Aber die Führung des Arms mit der linken Hand - Pinsel auswaschen, Wasserfarben aufnehmen, etc., diese ganzen Bewegungen muss ich mit der linken Hand führen -  das macht einfach nicht wirklich Spaß. Man gewöhnt sich, aber locker was malen geht anders. 

Die Lösung war dann zunächst diese:

Das machte den Tisch "niedriger" und die Hand konnte in tieferen Regionen arbeiten. Aber ideal fand ich das immer noch nicht. Da kam dann der Gedanke an eine "Stehstütze". Gegoogelt: Die Dinger sind hässlich. So was will man nicht in einem Zimmer stehen haben, in dem man sich wohl fühlen möchte. Und dann fiel mir ein: "Der Jux! Der hat doch diese tollen ergonomischen Bürostühle. Scheiße teuer, aber man gönnt sich ja sonst nix. Und rumliegendes Geld ist auch langweilig." War ich also bei dem und habe nach einer guten Beratung und nettem Gespräch mit viel Lachen dieses Stück erworben. Nachmittags gekauft, abends hat er mir den schon gebracht.


Der macht die Tischhöhe runter bis zur Hüfte. Da kann die Hand richtig gut arbeiten. Nur um den Pinsel in den Wassertopf zu "heben" und dort einzutunken muss ich noch mit der linken Hand helfen. Aber Farbe aufnehmen und malen geht jetzt ohne die linke Hand. Ja, der war richtig teuer. Aber ich bereue nichts. 
 
Auch der Kauf der Heißluftfriteuse macht mich fröhlich. Ich hab fast zu jeder Malzeit Fritten aus frischen Kartoffeln. Hähnchen sind perfekt. Kotelett war auch gut, auch wenn die Pannade nicht gehalten hat. Frikadellen gabs auch schon und ne Minipizza hat auch geschmeckt.Und das ist meist alles in 20 Minuten fertig, schneller als im Backofen oder auf dem Herd. Ich brauch kaum noch Fett und es schmeckt trotzdem lecker. 
 
Die Gesundheit, sprich die Kondition, ist immer noch im Keller. Aber wenn man den ganzen Sommer nur depressiv rumliegt und pennt, kommt die natürlich nicht in die Gänge. Vielleicht wird das jetzt im Herbst besser. Was definiv besser geworden ist, ist der Blutdruck. Der war mir doch ziemlich hoch gegangen. Mit dem Arginin hab ich den aber jetzt in normalen Bereichen. Systole von ca. 170 runter auf um die 130, Diastole von ca. 110 runter auf ca. 90. Das kann so bleiben. Und seit ca. 2 Wochen sinkt auch das Gewicht wieder. Langsam, aber es sinkt. Keine Ahnung warum. Vielleicht, weil ich wegen der HLF nicht mehr so viel Fett esse?
 
Andere Veränderungen im Alltag: Ich hab mir eine Putzhilfe organisiert, die 1 mal im Monat für 2 Stunden kommt und ich bestelle meine Einkäufe jetzt alle 14 Tage online beim REWE-Lieferservice. Der war inzwischen 3 Mal da und ich bin begeistert.  Alle 14 Tage krieg ich den Mindestwert von 50 Euro locker zusammen. Die Sachen sind nicht teurer aber die Auswahl ist riesig und wenn ich Gemüse bestelle ist das knackig frisch. Kartoffeln, Zwiebeln, Eier und Fleisch kauf ich aber immer noch hier vor Ort. Meist auf dem Markt. Gemüse auch, das kann ich nicht für 14 Tage im Vorrat kaufen, das wird mir schlecht. 
 
Am kommenden Wochenende geht auch Hunde- und Katzensitting wieder los. Das Fee-Frauchen hatte Urlaub und die Katzenleute wollen mal eine Woche wegfahren. Da guck ich dann abends wieder Netflix. Auch mal ganz nett.  
 
Worin besteht der Zeitvertreib? Die Tage sind schließlich lang. Morgens beim ersten Kaffee wird das Hirn geweckt mit Microsoft-Spielen: Mahjong, Patiencen und Wortspiele, bei denen der Wortschatz gefragt ist. Lesen ist in, Zeichnen und Malen sind derzeit die Hauptbeschäftigungen, aber die Wasserfarben müssen zwischendurch ja auch immer mal trocknen. Puzzeln bei Jigsaw vertreibt auch meistens eine Stunde. Und facebook: Gucken beim Bergerhof Krakauebene in der Steiermark, beim Bauer Sagel in Hattingen, bei den blauen Belgiern in der Eifel, lustige Hundeseiten und natürlich die Seiten der Freunde.
 
Politik geht mir zum größten Teil am Arsch vorbei. Eigentlich immer mehr, denn ich kann mir den Schwachsinn nicht mehr reinziehen ohne an Suizid zu denken. Das halt ich im Kopf nicht mehr aus.  Ich halt mich so gerade mit Überschriften lesen und dem was fb mir anzeigt auf dem Laufenden. Mehr muss nicht. Der Krieg ist ja verschoben bis 2029 denn wir müssen erst kriegstüchtig werden. Wir haben ja alles, was wir hatten der Ukraine geschenkt und dort ist es "deaktiviert" worden. "Der Russe" will mit dem Angriff auf Europa so lange noch warten. Das reale Leben verkommt zur Satire. Wenns nicht so gefährlich wäre, könnte man sich von morgens bis abends totlachen über die Waschlappen in der Politik. Sie ruinieren DE mit voller Absicht. Zum Kotzen, die Bande. Aber sie wollen diesen Monat wieder gewählt werden. Und werden wohl auch wieder gewählt, gibt ja keine anderen. Oder doch? Die sollen aber verboten werden. 
 
So läuft das Leben derzeit.  Das Bamchen fehlt und je nach dem, wie und wann mich die Erinnerungen überfallen geht es immer noch nicht ohne Kloß im Hals oder ohne Tränen. Aber das wird wohl so bleiben. Es gibt einen Weg, den ich mich ohne ihn noch nicht zu gehen traue: das Tal der Pferde. Der Gedanke daran mit all den "Durchblicken" treibt mir schon die Tränen in die Augen. Irgendwann muss ich das aber mal machen. Muss ich? Will ich? Ich weiß nicht ...

 

 

Dienstag, 5. August 2025

Life's a peace of shit, when you look at it!

But I always try to look on its bright side. Das wird aber von Tag zu Tag schwerer. Denn der Idioten werden einfach immer mehr. 

Die Affen in der Politik trommel sich aggressiv mit den Fäusten auf der Brust rum, übertrumpfen sich gegenseitig mit lautem Schreien, belügen nicht nur uns, das Volk, sonder auch sich selbst. Alle schreien nach Krieg, aber keiner traut sich, den 3. WK anzufangen. Gott sei Dank! Als einigermaßen vernünftiger Mensch verliert man jeglichen Respekt vor diesem verbrecherischen Volk. Aber man steht immer nur hilflos da und weiß keine Lösung und wartet jeden Tag drauf, dass einer von ihnen durchdreht und die erste alles vernichtende Bombe schmeißt. 

Die neuen Herrscher in Syrien standen mal weltweit auf einer Terroristenliste. Jetzt huldigt man ihnen, derweil sie ihr eigenes Volk töten. Der Irre in Israel hat sich zum Ziel gesetzt, das palestinensische Volk auszurotten. In Gaza hat er begonnen, tötet aber inzwischen auch im Westjordanland, schießt in den Iran hinein und hilft beim Mord an den Syrern. In Gaza leben fast nur noch halb verhungerte Skelette. 

Der Westen klatscht zwar nicht unbedingt und öffentlich Beifall, "hilft" auch mit ein paar Paketen Lebensmitteln aus der Luft, spendet aber gleichzeitig die Waffen, auf das der Genozid weitergehen möge. 

Ukraine ist und bleibt eine never ending story. Der neuste Schachzug der Russen: man hat eine britische Militärstation aufgemischt und die dort agierenden Militärs in Gefangenschaft genommen. Da die Briten ja offiziell gar nicht am Krieg beteiligt sind, sind diese Gefangenen keine Kriegsgefangenen und können/müssen nicht ausgetauscht werden. 

Doppelstandards und Doppelmoral wohin man schaut. Früher haben sie noch versucht, ihre Verbrechen und Lügen zu vertuschen. Heute tun sie nicht mal mer das. Sie verarschen das Volk einfach so ins Gesicht. Ich bin mit der Vielzahl der aufgedeckten Verbrechen echt überfordert. 

Die tägliche Frage, wenn man nicht dem Wahnsinn anheim fallen will: Wo oder wie finde ich  das Positive des heutigen Tages? Ganz schwere Aufgabe! Ich überlebe nur noch mit Rückzug aus der Gesellschaft und Sarkasmus beim Umgang mit den meisten Mitmenschen. Manchmal denke ich, mit dem Covid-Impfstoff wurde auch Dummheit geimpft. Ich erlebte kürzlich einen Mitmenschen, der stolz erzählte, jedes Mal ans Ordnungsamt zu melden, wenn irgendwo ein "AfD"-Schriftzug hingeschmiert wurde. WAS für eine GLANZLEISTUNG  dieses Bürgers!

Und was läuft so ganz privat?
Am 23.7. hab ich mich mal wieder auf die Straße gekniet. Gesicht war beim Kotau auch beteiligt, aber nur mit nem blauen Fleck als Resultat. Der Linke Ellenbogen musste das Abfangen mit der Hand puffern und fand das nicht gut. Seit dem hab ich da Schmerzen drin, je nach dem, wie ich bewege oder Kraft einsetze. Gebrochen ist da nix.  Aber Sehnen und Bänder haben wohl gelitten. Blaue Flecken kamen auch nicht. Was kontraproduktiv war in den letzten paar Tagen, waren die Blutdruckmessungen. Misst man ja links, normalerweise, aber der Druck der Manschette hat wohl den Heilungsprozess gestört. Hatte Schmerzen von der Schulter bis in die Hand. Nun mess ich den Blutdruck am rechten Arm. Hab Vergleichsmessung gemacht, die war das selbe wie links.

Warum messe ich den Blutdruck? 
Mir war komisch. Hab ich halt mal gemessen. Schock! Regelmäßig weitergemessen - der ist definitiv zu hoch. Systolisch bei 160 oder höher, Diastolisch über 100.  Aber ich will ums Verrecken nicht zum Arzt. Hab aber im Internet mal was von Arginin gelesen und probier das nun. Das wirkt nach 20 Minuten gefäßerweiternd für ca. 3 Stunden. Und seit ich jetzt alle 3 Stunden 1 Tablette nehme liegt die Systole zwischen 140 und 150 mit Ausrutschern bis 160. Die Diastole bleibt unter 100. Die Tabletten reichen noch ca. 6 Wochen. Danach werde ich ein Combipräparat bestellen Arginin mit Citrullin. Das erhöht die Wirksamkeitsdauer auf 6 Stunden. Ist nicht billig, zahlt die Kasse nicht, ist frei verkäuflich. Angeblich kann man das nicht überdosieren. Werde auch mal versuchen mit jeweils 2 statt 1 Tablette. Nur Alkohol darf ich nicht trinken, weil der auch die Gefäße weitstellt. Das könnte dann zu viel Weitstellung sein. 

Heute habe ich eine Heißluftfriteuse bestellt!
Hab bei fb nach Erfahrungswerten gefragt. Das führte dazu, dass mir ein Medion-Gerät empfohlen wurde, das zusätzlich derzeit noch bei Otto mit hohem Preisnachlaß angeboten wurde. Nun ist das für ca. 45 Euro unterwegs zu mir. Bin gespannt. 

Malen tu ich auch immer noch. Allerdings dominieren derzeit wieder die Stifte. Im Hintergrund schmort aber auch wieder die Wasserfarbe. Damit geht`s dann auch weiter.



 

Für mehr Äktschn reicht die Energie derzeit nicht. Ich geh kaum raus. Vorige Woche war ich mal an der Paffrather Mühle und bin mal von der Feuerwehr aus zu fuß in die Stadt gegangen. Das hat sehr viel Selbstüberwindung gekostet. Die ist nun erst mal wieder verpufft und ich hock zuhause. 

Wettermäßig ist der Sommer für mich ganz gut auszuhalten gewesen. Bis jetzt. Nächste Woche sollen es bis zum 18.8. - weiter geht die Vorhersage noch nicht -  noch mal an die 30° werden.  Der August kann also noch mal unangenehm werden. Aber danach ist es wohl überstanden. Alles beklagt den zu nassen Sommer. Ich nicht. 

 

 

Donnerstag, 26. Juni 2025

Positives am Freundinnentag

Gestern war Freundinnentag. Alle paar Wochen treffen wir uns, gehen irgendwo Eis oder Kuchen essen, hecheln alle Neuigkeiten und alle "Wie gehts dir?" durch.

Weil ich mal wieder Vorräte auffüllen musste, sind wir ins Kaufland gefahren zum Einkaufen. Jeder macht sein Ding, wer fertig ist, wartet auf den anderen im Bäckerei-Café.

Ich komm mit meinem Großeinkauf zur Kasse. Nur 3 Kassen offen bei Hochbetrieb. Kassiererin sehr schnell mit scannen, Warenauslauf sehr kurz. Ich, rechtsarmig mit Bewegen und Greifen langsam und leicht behindert, komme gar nicht so schnell nach, alles gescannte zurück in den Wagen zu packen. Artikelstau an der Kasse.

Sag ich: "Tut mir leid, bei mit gehts nicht so schnell, ich hab den rechten Arm nicht in Ordnung." Hörte ein junge Frau hinter mir, kam nach vorne und sagte: "Darf ich Ihnen helfen?" Und ohne die Antwort abzuwarten, fing sie an, meine Sachen in den Wagen zu legen. Da war ratzfatz alles erledigt und ich war durch die Kasse durch.

Solche Kleinigkeiten können einem dann tatsächlich mal einen Tag retten.