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Donnerstag, 25. Juni 2015

Kopfkino: Das Bad

Genussvoll aalt sie sich in Kokosduft. Ihre kalte Haut lässt sie das normaltemperierte Wasser als heiß empfinden. Das tut gut! Langsam wird ihr wieder warm und sie beginnt mit dem gewohnten Zeremoniell der Körperreinigung. Haare waschen, Haut schrubben, bis sie rot ist. Noch ein bisschen liegenbleiben und dann wieder aussteigen aus der Wanne.

Donnerstag, 28. Mai 2015

Kopfkino: Wer tappert so spät bei Nacht und Wind ....

Null Uhr! Geisterstunde. Ein Hund kommt mit Frauchen aus dem Haus, sucht das städtische Dickicht auf, hockt sich hin und macht ein schleimiges Geschäft. Nein, er will danach nicht wieder nach Hause. Frauchen zwingt ihn zurück auf den Weg, da spuckt er in hohem Bogen einen Liter Wasser mit Futterresten auf den Gehweg. Schweinerei! Der Hund will immer noch nicht nach Hause, steht da, schaut das Frauchen an und sagt: „Ich hab so Bauchweh! Mach doch was!“ - „OK, gehen wir spazieren, das entspannt dich vielleicht.“ Eine geschlagene Stunde wandern sie durch die Nacht. Es entspannt den Hund tatsächlich. Fröhlich läuft er seinen Weg. Nach einer Stunde sind beide wieder zuhause.

Das Frauchen nimmt einen Eimer Wasser, geht wieder runter und spült das erbrochene Futter vom Gehweg. Kaum wieder in der Wohnung meldet der Hund erneut Druck auf dem Ventil. Also wieder runter, wieder ins städtische Dickicht, wieder hinhocken, aber da ist nichts mehr im Hund. Nur das Bauchweh und die Krämpfe. Das Frauchen bekommt mit Müh und Not eine winzige, rote Schleimprobe zusammengekratzt.

Wieder in der Wohnung muss der Hund trinken. Gott sei Dank, er trinkt! Fünf Minuten später überschwemmt er das Wohnzimmer mit ausgespucktem Wasser. Und steht wieder da „Frauchen, mach was!“ Sein Blick zerreißt dem Frauchen das Herz.

Gegen 4 Uhr darf er erneut Buscopan bekommen. Der Hund mag den Frischkäse nicht, in dem die Tabletten stecken. Das Frauchen öffnet ihm den Fang und steckt ihm die Pillen weit hinten in den Rachen. Gott sei Dank! Diesmal greifen die Pillen. Der Hund kommt zur Ruhe und schläft ein.

Das Frauchen sitzt immer noch hellwach und beobachtet jede seiner Bewegungen. Gegen 7 Uhr fallen ihr die Augen zu. Schnell den Wecker auf 9 Uhr stellen und dann schlafen. Um 9 Uhr erfährt eine Tierärztin, dass ein Hund Durchfall hat und nichts bei sich behält. Der Hund darf um 10:45h kommen, bekommt eine Spritze und alles ist wieder gut. Hoffentlich ist auch Morgen noch alles gut.

Dienstag, 26. Mai 2015

Kopfkino: Das Hundeleben ist schön!

Das BamBam rennt! Vor ihm der Hintern des Kumpels! „Krieg!“ hatte der gerufen. „Wen? Dich?“ hatte es lachend gefragt und startete die Verfolgung. Nun rasen sie über die Wiese. Haken schlagend, wie Kaninchen. Rund um einen Baum, quer durch den Binsensumpf, dass ihnen die nasse, schwarze Erde um die Ohren fliegt. Aus langegestreckten Körpern werden kleine Kugeln und wieder langgestreckte Körper. Die Muskeln spielen, wenn sie die Kurven in Seitenlage nehmen wie ein Motorradfahrer. Rüber zum Bach und hinein ins Wasser, dass es ihnen über dem Rücken zusammenschlägt. Ein kraftvoller Sprung auf das hohe Ufer und noch eine Runde über die Wiese. „Hab dich!“ ruft es und nimmt den Schwanzansatz des Kumpels in den Fang. Das Zeichen, dass die Rollen wechseln. Nun wird es selbst gejagt. Aber der Verfolger ist schon müde. Pfiffe und Rufe ertönen. Ein Blick zurück. „Ja, wir kommen!“ Hinein in die Gruppe der Menschen die lachend auseinanderspringt. „Iiiieeeh! Ihr Schmutzwutze!“ Schulterklopfen und Leckerchen fürs Kommen. Trockenwälzen auf dem geschorenen Gras. Liegenbleiben und hechelnd ausruhen.