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Sonntag, 12. Juli 2026

Tagebuchfund

 

Die Eliten hab ich damals zu groß eingezeichnet, die machen viel weniger aus. Aber sonst stimmt alles noch so, wie 2007. Diese Erkenntnis erschreckt mich immer noch. 

Samstag, 20. Juni 2026

Selbstmitleid - Gedanken

Immer wieder, wenn ich über meinen kaputten Arm spreche und die Folgen daraus, oder über BamBams Tod kommt irgendwer mit dem Argument, dass Selbstmitleid auch nichts nützt. 

Dem will ich nicht widersprechen. Selbstmitleid hilft bei Trauer überhaupt nicht weiter. Sich selbst jeden Tag zu bedauern hilft einem nur in die nächste Depression hinein und nicht wieder heraus. Ich stelle aber fest, dass ich mich sperre, wenn speziell mir jemand "empfiehlt", nicht in Selbstmitleid zu verfallen. 

Ist es so schwer nachzuempfinden, dass eine körperliche "Beschädigung", oder der Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres, jeden Tag aufs Neue bewältigt werden muss und das nicht alle Tage gleich gut gelingt? 

Ist es Selbstmitleid, wenn ich am Jahrestag des Unfalls oder an BamBams Todestag traurig bin, wenn ich diese Tage nicht mit strahlendem Gesicht verbringen kann und zugebe, dass mir diese Ereignisse immer wieder mal hochkommen und mir klar machen, was da kaputt gegangen ist oder was ich verloren habe? Ich wiederhole, ich rede von Jahrestagen. Nicht davon, dass ich täglich jammere! 

Dass ich mich z.B. beim Anziehen oder beim Toilettengang tatsächlich täglich verrenken muss, bis die Unterwäsche wieder sitz, dass ich das aber nur am Jahrestag mal der Rede wert finde. Ist es  Selbstmittleid, dass ich das jeden Tag aufs Neue beschissen finde?

Wenn ich mich beim Duschen daran erinnere, wie gerne ich früher gebadet habe und das jetzt nicht mehr kann - darf mich das nicht traurig machen? Ist das dann Selbstmitleid?

Wenn ich beim Lesen meiner Reiseerlebnisse denke, dass solche Reisen mit BamBam schöner waren, als ohne ihn. Ist das Selbstmitleid?

Warum werde ich bei traurigen Einnerungen immer wieder gemahnt, nicht in Selbstmitleid zu verfallen? Das passiert ja nicht nur mir, das ist Standard, wenn ein Mensch Trauer zum Ausdruck bringt. Irgendeiner kommt immer mit dem guten Rat, nicht in Selbstmitleid zu verfallen. Ich lese das ja nicht nur bei mir, auch in Kommentaren bei Anderen. 

Es geht mir mit diesem Beitrag weniger um mich, als um die Frage: Wie gehen andere mit Trauer allgemein um, wenn sie zur Sprache kommt? Wie gehen manche mit meiner Trauer um, wenn ich sie erwähne?

Es gibt solche Menschen, die einem die Trauer erlauben, Empathie bezeugen, einem verbal oder virtuell einfach mal auf die Schulter klopfen und mir zustimmen, dass es Mist ist, das aushalten zu müssen, dass man es aber doch bisher ganz gut weggesteck und Lösungen gefunden hat.

Und dann gibt es die, die mir mit einem "Selbstmitleid hilft nicht" klar machen, dass sie von meiner Trauer nichts wissen wollen, dass ich meine Trauer für mich behalten soll, oder dass ich ihnen mit meiner Trauer die Laune verderbe und ihnen mein "Selbstmitleid" ersparen soll. Steckt da nicht eher das dahinter? Ermutigend wirkt es doch eher nicht! Oder?

 


 

 

Dienstag, 5. August 2025

Life's a peace of shit, when you look at it!

But I always try to look on its bright side. Das wird aber von Tag zu Tag schwerer. Denn der Idioten werden einfach immer mehr. 

Die Affen in der Politik trommel sich aggressiv mit den Fäusten auf der Brust rum, übertrumpfen sich gegenseitig mit lautem Schreien, belügen nicht nur uns, das Volk, sonder auch sich selbst. Alle schreien nach Krieg, aber keiner traut sich, den 3. WK anzufangen. Gott sei Dank! Als einigermaßen vernünftiger Mensch verliert man jeglichen Respekt vor diesem verbrecherischen Volk. Aber man steht immer nur hilflos da und weiß keine Lösung und wartet jeden Tag drauf, dass einer von ihnen durchdreht und die erste alles vernichtende Bombe schmeißt. 

Die neuen Herrscher in Syrien standen mal weltweit auf einer Terroristenliste. Jetzt huldigt man ihnen, derweil sie ihr eigenes Volk töten. Der Irre in Israel hat sich zum Ziel gesetzt, das palestinensische Volk auszurotten. In Gaza hat er begonnen, tötet aber inzwischen auch im Westjordanland, schießt in den Iran hinein und hilft beim Mord an den Syrern. In Gaza leben fast nur noch halb verhungerte Skelette. 

Der Westen klatscht zwar nicht unbedingt und öffentlich Beifall, "hilft" auch mit ein paar Paketen Lebensmitteln aus der Luft, spendet aber gleichzeitig die Waffen, auf das der Genozid weitergehen möge. 

Ukraine ist und bleibt eine never ending story. Der neuste Schachzug der Russen: man hat eine britische Militärstation aufgemischt und die dort agierenden Militärs in Gefangenschaft genommen. Da die Briten ja offiziell gar nicht am Krieg beteiligt sind, sind diese Gefangenen keine Kriegsgefangenen und können/müssen nicht ausgetauscht werden. 

Doppelstandards und Doppelmoral wohin man schaut. Früher haben sie noch versucht, ihre Verbrechen und Lügen zu vertuschen. Heute tun sie nicht mal mer das. Sie verarschen das Volk einfach so ins Gesicht. Ich bin mit der Vielzahl der aufgedeckten Verbrechen echt überfordert. 

Die tägliche Frage, wenn man nicht dem Wahnsinn anheim fallen will: Wo oder wie finde ich  das Positive des heutigen Tages? Ganz schwere Aufgabe! Ich überlebe nur noch mit Rückzug aus der Gesellschaft und Sarkasmus beim Umgang mit den meisten Mitmenschen. Manchmal denke ich, mit dem Covid-Impfstoff wurde auch Dummheit geimpft. Ich erlebte kürzlich einen Mitmenschen, der stolz erzählte, jedes Mal ans Ordnungsamt zu melden, wenn irgendwo ein "AfD"-Schriftzug hingeschmiert wurde. WAS für eine GLANZLEISTUNG  dieses Bürgers!

Und was läuft so ganz privat?
Am 23.7. hab ich mich mal wieder auf die Straße gekniet. Gesicht war beim Kotau auch beteiligt, aber nur mit nem blauen Fleck als Resultat. Der Linke Ellenbogen musste das Abfangen mit der Hand puffern und fand das nicht gut. Seit dem hab ich da Schmerzen drin, je nach dem, wie ich bewege oder Kraft einsetze. Gebrochen ist da nix.  Aber Sehnen und Bänder haben wohl gelitten. Blaue Flecken kamen auch nicht. Was kontraproduktiv war in den letzten paar Tagen, waren die Blutdruckmessungen. Misst man ja links, normalerweise, aber der Druck der Manschette hat wohl den Heilungsprozess gestört. Hatte Schmerzen von der Schulter bis in die Hand. Nun mess ich den Blutdruck am rechten Arm. Hab Vergleichsmessung gemacht, die war das selbe wie links.

Warum messe ich den Blutdruck? 
Mir war komisch. Hab ich halt mal gemessen. Schock! Regelmäßig weitergemessen - der ist definitiv zu hoch. Systolisch bei 160 oder höher, Diastolisch über 100.  Aber ich will ums Verrecken nicht zum Arzt. Hab aber im Internet mal was von Arginin gelesen und probier das nun. Das wirkt nach 20 Minuten gefäßerweiternd für ca. 3 Stunden. Und seit ich jetzt alle 3 Stunden 1 Tablette nehme liegt die Systole zwischen 140 und 150 mit Ausrutschern bis 160. Die Diastole bleibt unter 100. Die Tabletten reichen noch ca. 6 Wochen. Danach werde ich ein Combipräparat bestellen Arginin mit Citrullin. Das erhöht die Wirksamkeitsdauer auf 6 Stunden. Ist nicht billig, zahlt die Kasse nicht, ist frei verkäuflich. Angeblich kann man das nicht überdosieren. Werde auch mal versuchen mit jeweils 2 statt 1 Tablette. Nur Alkohol darf ich nicht trinken, weil der auch die Gefäße weitstellt. Das könnte dann zu viel Weitstellung sein. 

Heute habe ich eine Heißluftfriteuse bestellt!
Hab bei fb nach Erfahrungswerten gefragt. Das führte dazu, dass mir ein Medion-Gerät empfohlen wurde, das zusätzlich derzeit noch bei Otto mit hohem Preisnachlaß angeboten wurde. Nun ist das für ca. 45 Euro unterwegs zu mir. Bin gespannt. 

Malen tu ich auch immer noch. Allerdings dominieren derzeit wieder die Stifte. Im Hintergrund schmort aber auch wieder die Wasserfarbe. Damit geht`s dann auch weiter.



 

Für mehr Äktschn reicht die Energie derzeit nicht. Ich geh kaum raus. Vorige Woche war ich mal an der Paffrather Mühle und bin mal von der Feuerwehr aus zu fuß in die Stadt gegangen. Das hat sehr viel Selbstüberwindung gekostet. Die ist nun erst mal wieder verpufft und ich hock zuhause. 

Wettermäßig ist der Sommer für mich ganz gut auszuhalten gewesen. Bis jetzt. Nächste Woche sollen es bis zum 18.8. - weiter geht die Vorhersage noch nicht -  noch mal an die 30° werden.  Der August kann also noch mal unangenehm werden. Aber danach ist es wohl überstanden. Alles beklagt den zu nassen Sommer. Ich nicht. 

 

 

Donnerstag, 26. Juni 2025

Positives am Freundinnentag

Gestern war Freundinnentag. Alle paar Wochen treffen wir uns, gehen irgendwo Eis oder Kuchen essen, hecheln alle Neuigkeiten und alle "Wie gehts dir?" durch.

Weil ich mal wieder Vorräte auffüllen musste, sind wir ins Kaufland gefahren zum Einkaufen. Jeder macht sein Ding, wer fertig ist, wartet auf den anderen im Bäckerei-Café.

Ich komm mit meinem Großeinkauf zur Kasse. Nur 3 Kassen offen bei Hochbetrieb. Kassiererin sehr schnell mit scannen, Warenauslauf sehr kurz. Ich, rechtsarmig mit Bewegen und Greifen langsam und leicht behindert, komme gar nicht so schnell nach, alles gescannte zurück in den Wagen zu packen. Artikelstau an der Kasse.

Sag ich: "Tut mir leid, bei mit gehts nicht so schnell, ich hab den rechten Arm nicht in Ordnung." Hörte ein junge Frau hinter mir, kam nach vorne und sagte: "Darf ich Ihnen helfen?" Und ohne die Antwort abzuwarten, fing sie an, meine Sachen in den Wagen zu legen. Da war ratzfatz alles erledigt und ich war durch die Kasse durch.

Solche Kleinigkeiten können einem dann tatsächlich mal einen Tag retten.  

 

Mittwoch, 4. Oktober 2023

"Tach!" ...


Bild von Gundula Vogel auf Pixabay

  ... sagt der Anrufer am Telefon.

Ich: "äääh .... ja .... Tach.!" Merkt der Mensch, dass er gerade in meine Wohnung eingebrochen ist? Einfach so? Ohne Einladung steht er plötzlich im Raum und will mit mir small talken. Welches Recht hat er eigentlich dazu? 

Samstag, 11. März 2023

Ich auch!

 

 

ICH HAB GENUG
 
Eigentlich reicht´s
ich hab genug
von allen Parolen,
von den Schlagwörtern,
die so grausam dumm
noch immer um sich schlagen,
von all den Mahnungen,
wie wir nicht zu sein haben,
was wir glauben,
was wir denken,
was wir sagen sollen.
Angepaßt
in einer Menge laufen,
konnt´ich nie.
Ich hab genug,
von denen,
die so klug sich wähnen,
so maßlos
den And´ren überlegen
und die dann noch diktieren,
was recht ist,
in ihren Augen.
Sie kennen
die Nöte der Menschen nicht,
die sind ihnen
auch völlig egal.
Ich hab genug
von denen,
die sich gut edel fühlen,
wenn sie nach den Kriegen lechzen,
und das Morden
als gerecht ansehen,
sie tragen keine Waffen,
und die Todesschreie an den Fronten
hören sie ja nicht.
Ich hab genug
von all den leeren Phrasen
von Versöhnung
von Vergebung,
denen doch nie
Taten folgen
und die nur
neues Unrecht
zu verhehlen suchen.
Ich hab genug
von denen,
die so selbstgerecht
die Guten spielen,
und dennoch höhnen
hassen
und so singen
wie es ihnen befohlen wird.
Ich möchte,
offene Menschen sehen,
die licht sind und frei,
und die es wagen,
ihre Wege zu gehen,
liebend,
lachend,
und auch weinend,
und die sich wehren,
gegen Lügen und Verhetzung
und nicht mitmachen,
bei den befohlenen Treibjagden.
Und sie sagen laut,
wie ich,
ich hab genug!
 
Thomas Macek 
 
 

Immer schön Eins nach dem Anderen, bitte!

 



Der Mensch hat Ziele. Ich will eins nach dem anderen abarbeiten. Mein nächstes Ziel lautet: den Hund überleben. Danach kommt dann evtl. das Sterben. Aber daran überlege ich noch. Jedenfalls will ich auf keinen Fall, dass sich die Reihenfolge umkehrt. Heute wär das mit dem Rad in der Stadt wieder fast schief gegangen. Nicht nur ein Mal, nein ich hab gleich zwei Chancen verpasst. Und die Zweite war richtig knapp. Verursacher: in beiden Fällen: schwarze Nobelkarossen.

Dienstag, 7. März 2023

"Du darfst das nicht so negativ sehen!"

Bild von Hebi B. auf Pixabay
 
DE hat 84.270.625 - Lt. Wiki,  per 30.9.22. Runden wir ab auf 84 Mio.

Nur mindestens 82 Mio lassen sich seit mindestens 3 Jahren erzählen, dass Scheiße schön und erstrebenswert ist.  Am liebsten bei ner "Flasch Bier" um 8! So viele können sich bekanntlich nicht irren.

Sonntag, 17. April 2022

Sie wird zerbrechen ...

 

Bild von Ulrike Mai auf Pixabay

  ... unsere Freundschaft, die nun schon weit über 30 Jahre andauerte und seit 2 Jahren Stück für Stück zerbröselt.

Mittwoch, 5. Januar 2022

Mein Ruf in der Nachbarschaft ist ruiniert

Beim Morgengassi hab ich erzählt, dass ich heute mein Fahrrad abhole. Netter Nachbarschaftskontakt war das immer. Hab beide für intelligente Menschen gehalten. Es kam zum Thema Impfen. Ich so: nein Danke. Die Frau: " Da hab ich überhaupt kein Verständnis für." Ich hab drauf hingewiesen, dass nach neusten Erkenntnissen, das eigene Immunsystem unterdrückt würde und mein Immunsystem sei mir heilig. "Das sind alles Lügen!"

Wir verabschiedeten uns. Ich komm mit meinem neuen Fahrrad wieder nach Hause und stelle fest: Ich hab whatsapp. Vom Herrn Nachbarn:

Donnerstag, 9. Dezember 2021

Netzfund

 

She sat at the back and they said she was shy,
She led from the front and they hated her pride,
They asked her advice and then questioned her guidance,
They branded her loud, then were shocked by her silence,
When she shared no ambition they said it was sad,
So she told them her dreams and they said she was mad,
They told her they'd listen, then covered their ears,
And gave her a hug while they laughed at her fears,

Donnerstag, 11. November 2021

Mensch vs Auto

Foto: Bürgerportal GL
 

Bin grad etwas geschockt. Da passiert ein Unfall, der für eine Fußgängerin tödlich, für die Autofahrer mit Schock endet. Passiert jeden Tag, nichts mehr, worüber sich die Welt aufregt. Manchmal ist ein Sack Reis, der in China umkippt, interessanter. 

Was mich grad flasht ist ein Kommentar dazu, der sinngemäß so rüberkommt: Der Knackepunkt des Unfalls sei, dass die Fußgängerin - also ein Mensch - etwas abseits der Ampelanlage die Straße queren wollte und nicht aufgepasst hat. Der Kommentar hat so was von "selbst schuld!" 

Sollen Menschen doch gefälligst die Ampelübergänge benutzen. Die Straße gehört schließlich den Autos! Nur die Überwege sind für Menschen. Menschen sollten eigentlich lieber ganz aus dem Verkehr rausbleiben. Radfahrer auch. Wenn alle nur noch einfach die Straßen queren oder gar mit dem Rad drauf fahren, müssen sie mit so was rechnen. Fehlt grad noch die Frage, wer den materiellen Schaden am Auto jetzt bezahlt. 

Die Zeiten, in denen die Erde dem Menschen gehörte, sind schon lange vorbei, das weiß ich. Da hat ein Besitzerwechsel stattgefunden. Die Erde gehört den Autos. Nur Motorisiertes darf sich noch frei bewegen. Alles andere soll gefälligst aufpassen und Rücksicht nehmen.

(Übrigens gab es mal eine Studie über Straßenverkehr ohne jegliche Beschilderung, ohne jegliche Vorrechte für irgendwen. Die Verkehrsteilnehmer waren ALLE aufmerksamer und die Unfallzahlen gingen zurück. Heißt doch, dass der Mensch immer rücksichtsloser wird, je mehr Ge- und Verbote es gibt. Kann man aber in GL nicht machen, dann bricht hier auch das bisschen noch zusammen, was noch läuft.)

Dienstag, 19. Januar 2021

Was ich nicht verstehe ...

 

Foto Pixabay

 ... ist die derzeitige Fokussierung auf die Vermeidung von Tod durch Covid. 

Montag, 24. August 2020

Gedankenschmetterling

Politik - das sind Gebote und Verbote an Untertanen, die finanzielle Profite zum Ziel haben, und dabei zu vermeiden, dass die Untertanen diese Ziele hinter den Geboten und Verboten erkennen und aufbegehren. Gewisse, am unteren Limit gehaltene Sozialleistungen haben dabei nur eine Alibifunktion.


Freitag, 14. August 2020

Einmal im Jahr ...

 

 Bild von Free-Photos auf Pixabay 

... platzt mir der Kragen und dann verteile ich Maulschellen. Das war heute. In vergangenen Jahren ging es immer irgendwie um Hunde oder Hundehalter mit denen ich mich anlegen "musste", weil das Fass überlief. Heute wars im Bus, ohne Hund.

Im Moment wird man ja arg strapaziert mit Geduld und Maul halten und Stinkefinger denken. Heute gings nicht mehr. 

War mit dem Bus unterwegs in die Stadt, sitze gegenüber einer Frau, die mich mit Hund kennt und mich ansprach, wo denn Selbiger sei. "Einkaufen geht ohne Hund," sag ich. 

Donnerstag, 16. April 2020

Fuck you Corona

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

Seit einigen Wochen schon, dürfen wir nicht raus, es sei denn alleine und man hätte einen Hund. Den hab ich ja nun. Gott sei Dank! Und ich war auch vorher schon die meiste Zeit alleine draußen.

Seit einigen Wochen sind die meisten Geschäfte zu, außer Lebensmittelläden, und allen die lebensnotwendige Dinge verkaufen, wie Gartencenter ...

Auf unserem Markt gibts nur noch Lebensmittel. Alle die Bekleidung verkaufen müssen weg bleiben. Man erklärt das damit, dass man die Stände weit auseinanderziehen musste. Es wär immer noch genügend Platz da, auch die Bekleidungsstände auseinanderzuziehen. Bekleidung scheint gefährlich zu sein in Cororna-Zeiten.

Dienstag, 10. März 2020

Sozialverhalten = Null?

Jein! Es ist nur vor 12 Uhr mittags sehr schwer. Was war nu wieder?

Dienstags trinken wir den After-Gassi-Kaffee immer bei Selbach. Auf dem Weg ins Restaurant wusste ich schon: da ist es voll. Die Geschnabbelgeräusche schlugen hohe Wellen, über die Stellwände hinaus. Bea wollte Kaffee bestellen, ich wie immer mit beiden Hunden einen Tisch ausgesucht: ganz hinten links in der Ecke.

Als ich da ankomme kläfft direkt neben mir unterm Tisch ein Zwerg und hört nicht mehr auf. Anderen Tisch suchen. Nächsten ins Auge gefasst. Springt ein Zwerg unter einem anderen Tisch hervor und kläfft. An dem kam ich aber mit meinen beiden ruhigen, gelassenen Riesen vorbei. Winkt eine andere Frau, direkt neben dem Tisch zu dem ich wollte, zeigt untern Tisch - liegt da also auch einer, der kläfft bloß noch nicht.

Ich zurück zu Bea und sag: "Ich HIER nicht. Lass uns wo anders hingehen." Nein meint sie, wir nehmen diesen und zeigt auf einen Tisch direkt neben der Kuchentheke. Neee, ich in dem Lärm, direkt neben dem Gang an dem Leute dort reinkommen: "Nee, bleib du hier, ich geh nach Hause." Und ich bin gegangen. Sind wir beide zwar patschnass geworden, aber besser patschnass als Geräuschkulisse Marke "Extrablatt" und dann noch kläffende Kötis. Nein Danke!

Mir schlägt das auf den Magen, komischerweise. Wird mir kotzübel. Ich kann eh nicht gut Lärm, aber vor 12 geht das nur bis zu einem gewissen Pegel, ohne Kläffer. Heute ging das nicht.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Wenn alte Männer Vorfahrt haben, hat die Welt stillzustehen

Erlebte Geschichte:

Die örtlichen Verhältnisse in der Schmidt-Blegge-Straße sind derzeit ein bisschen chaotisch. Der Kanal wird überprüft und es wird dran gearbeitet. Dadurch stehen tagsüber sehr viele LKWs mit Maschinen an der Straße, sowohl auf der rechten, als auch auf der linken Seite. Und das in einer Straße, die ohnehin wegen wechselseitigen Parkplätzen nur im Slalom zu befahren ist. (Nachts ist die Straße derzeit komplett gesperrt.)

Und da muss unser Bus durch.

Dienstag, 2. Juli 2019

Meinungsfreiheit? Ja! Aber ...

Ich bin kein Rassit, aber ...
Nicht alle Ausländer sind kriminell, aber ...
Ich hab nichts gegen Flüchtlinge, aber ...
Man kann sie nicht ertrinken lassen, aber ...

Mittwoch, 29. Mai 2019

Ich wurde bei Mathe schon immer beim Abschreiben erwischt.


Das hatte den Nachteil, dass ich selbst Mathe lernen musste zur Freude meiner Sitznachbarn. Die allerdings nie erwischt wurden, wenn ich mich zurücklehnte und mein Gedankengut sichtbar präsentierte.

Mathe war toll. Ich kann auch Prozent! Bei Wahlen wirft man mir aber vor, dass wer nicht wählt, den Rechten Prozentpunkte zuspielt. Und dann rechnet man mir mit Prozenten vor, wie das gehen soll. Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass diese Menschen bei  Mathe besser selbst gelernt hätten, statt abzuschreiben.

Aber wie kam ich drauf? Ach ja, das Erwischtwerden:

Auf der kleinen Gassirunde komme ich an einem Grünstreifen vorbei, der wunderbare Blumen züchtet. Kamille, Margariten, Klee, Kornblumen, Mohnblumen und einen weißen Doldenblüher. Keine Ahnung von Doldenblüher, die kann ich nicht identifizieren.

Normalerweise lasse ich Blümchen in der Natur, wei sie dort ihren Job viel besser und nachhaltiger erledigen können, als bei mir in der Wohnung. Aber heute hab ich das Fahrtenmesser mitgenommrn, das frisch Geschliffene, und hab mir was abgeschnitten von der Pracht, für die Vase


Und was passiert? Eine Frau kommt des Weges und fängt an zu schimpfen. "Das ist für alle da! Wenn das jeder machen würde!" und die Bienen, die jetzt alle sterben und, und, und. Ich habe mir die Freiheit herausgenommen, meine Meinung für mich zu behalten. Auch das ist Meinungsfreiheit. Hab sie zetern lassen, weitergeschnitten und bin mit meinem Grauling nach Hause gegangen.

In der Nachbarschaft hat eine Frau mir zwei Rosen geschenkt von ihrem Rosenbusch. Eine andere Nachbarin hat mir vor zig Jahren mal angeboten, mir eine Rose abzuschneiden. Die war heute nicht da. Ich bin davon ausgegangen, dass das Angebot immer noch gilt und hab bei ihr auch noch zwei abgemacht. Sonst nehm ich immer nur eine Nase voll Duft mit.


Und da steht er jetzt auf dem Tisch, mein Blumenstrauß. Ich hab ne Schnittwunde vom Messer, dessen Schärfe ich unterschätzt habe, und ein paar Stichwunden von den Rosen. Aber es riecht gut.