Posts mit dem Label öpnv werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label öpnv werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 11. November 2021

Mensch vs Auto

Foto: Bürgerportal GL
 

Bin grad etwas geschockt. Da passiert ein Unfall, der für eine Fußgängerin tödlich, für die Autofahrer mit Schock endet. Passiert jeden Tag, nichts mehr, worüber sich die Welt aufregt. Manchmal ist ein Sack Reis, der in China umkippt, interessanter. 

Was mich grad flasht ist ein Kommentar dazu, der sinngemäß so rüberkommt: Der Knackepunkt des Unfalls sei, dass die Fußgängerin - also ein Mensch - etwas abseits der Ampelanlage die Straße queren wollte und nicht aufgepasst hat. Der Kommentar hat so was von "selbst schuld!" 

Sollen Menschen doch gefälligst die Ampelübergänge benutzen. Die Straße gehört schließlich den Autos! Nur die Überwege sind für Menschen. Menschen sollten eigentlich lieber ganz aus dem Verkehr rausbleiben. Radfahrer auch. Wenn alle nur noch einfach die Straßen queren oder gar mit dem Rad drauf fahren, müssen sie mit so was rechnen. Fehlt grad noch die Frage, wer den materiellen Schaden am Auto jetzt bezahlt. 

Die Zeiten, in denen die Erde dem Menschen gehörte, sind schon lange vorbei, das weiß ich. Da hat ein Besitzerwechsel stattgefunden. Die Erde gehört den Autos. Nur Motorisiertes darf sich noch frei bewegen. Alles andere soll gefälligst aufpassen und Rücksicht nehmen.

(Übrigens gab es mal eine Studie über Straßenverkehr ohne jegliche Beschilderung, ohne jegliche Vorrechte für irgendwen. Die Verkehrsteilnehmer waren ALLE aufmerksamer und die Unfallzahlen gingen zurück. Heißt doch, dass der Mensch immer rücksichtsloser wird, je mehr Ge- und Verbote es gibt. Kann man aber in GL nicht machen, dann bricht hier auch das bisschen noch zusammen, was noch läuft.)

Samstag, 9. Oktober 2021

Die ganz alltägliche Corona-Aggression

Zum ersten Mal bin ich heute beim Einsteigen in den Bus dermaßen angeschrien worden, dass ich anschließend zitternd an der Haltestelle stand. 

Ich war in Dellbrück und wollte mit der 436 zurück nach GL. Hab den Bus gerade noch erwischt, an die geschlossene Tür geklopft, der Fahrer macht auf, ich zücke meinen Fahrschein - da brüllt der mich an: "Raus, sofort raus!" Ich wusste gar nicht warum! Aber das Hirn schaltet ja schnell: Ich hatte die Maske noch am Handgelenk. Sichtbar! Ich: "Ich hab das Ding doch." Und fing an, sie vom Handgelenk zu nehmen um sie aufzusetzen. Schreit der wieder los: "Raus, oder ich schmeiß Sie raus!" 

Hat der Mensch schon mal was von "Verhältnismäßigkeit" gehört? Wahrscheinlich nicht. Verhältnismäßigkeit hat in Coronazeiten keine Bedeutung mehr. Ein unmaskierter Schritt in den Bus und du bist ein Arschloch, an dem man seine Aggressionen abarbeiten kann.

Womit soll ich das jetzt entschuldigen? Damit, dass Busfahren ein Sch***job ist? Damit, dass Busfahrer schlecht bezahlt werden? Damit, dass der arme Mensch von seiner Kundschaft genervt ist? Damit dass ich ja nicht weiß, welche Laus dem "armen Kerl" gerade vorher über die Leber gelaufen ist? 

Wird Zeit, der Wupsi die viele jahrzehnte bestehende Freundschaft zu kündigen. Das Fahrrad, das ich dazu brauche, hatte ich ein paar Minuten vor diesem Ereignis gefunden. Ich denke, bis zum Jahresende krieg ich das hin.

Freitag, 14. August 2020

Einmal im Jahr ...

 

 Bild von Free-Photos auf Pixabay 

... platzt mir der Kragen und dann verteile ich Maulschellen. Das war heute. In vergangenen Jahren ging es immer irgendwie um Hunde oder Hundehalter mit denen ich mich anlegen "musste", weil das Fass überlief. Heute wars im Bus, ohne Hund.

Im Moment wird man ja arg strapaziert mit Geduld und Maul halten und Stinkefinger denken. Heute gings nicht mehr. 

War mit dem Bus unterwegs in die Stadt, sitze gegenüber einer Frau, die mich mit Hund kennt und mich ansprach, wo denn Selbiger sei. "Einkaufen geht ohne Hund," sag ich. 

Sonntag, 4. Januar 2015

Die erste Geduldsprüfung im neuen Jahr ...

... habe ich nicht bestanden.

Ich wollte mit dem Bus nach Hebborn, um dort den  "Batziwalk" zu starten. Die 435 fährt Sonntags über Hebborn in die Stadt. Weil es ein bisschen glatt war, kam der Bus schon mal 10 Minuten zu spät und die Füße wurden kalt. Dann schleicht er weiter mit ca. 30 km/h und biegt auf die Paffrather Straße ein, also die Wochentagsstrecke. So ein Penner! Als er den Blinker setzte, hat ihn ein Fahrgast sofort drauf aufmerksam gemacht, dass er geradeaus fahren muss. Da hätte er das noch problemlos tun können. Nur Blinker aus und weiterfahren. Diese Schlafmütze pennt weiter, ignoriert den Fahrgast und fährt falsch. Der wär doch besser im Bett liegen geblieben, heute!

Mein Adrenalinspiegel war dann zu hoch. Lust den ganzen Weg zu wandern hatte ich nicht, sonst wär ich sofort zu Fuß gestartet. Denn auch den Batziwalk sollte man sonntags um ca. 12 Uhr schon zum  größten Teil hinter sich haben, weil des Volks dann auch dort zuviel wird. Oder gerade dort, denn auf dem Berg ist pure Sonne. Da fahren die Massen dann mit dem Auto rauf, laufen alle einmal hin und einmal zurück und dann wieder heim zu Kaffee und Kuchen. Dem muss man nicht begegnen.

Wir sind dann durch einen Steinbruch am Pannenberg gelaufen und haben uns im Gestrüpp total verzettelt, Bam Bam mit Packtaschen. Aber er hatte dort ein paar Raseflashs und ich Brombeerdornen in der Jeans. Auf der Wiese am Paffrather Friedhof hat er kurz ein Rudel Rüsselterrier aufgemischt, aber die waren ihm dann zu blöde mit ihrem Gekläff. Haben wir noch ein paar Suchspiele gemacht und sind wieder nach Hause gegangen. Trotzdem waren wir ca. 2 Stunden draußen. Für einen Sonntag ist das wirklich schon sehr viel. Aber es reicht dann auch.

Inzwischen haben wir den Bauch voll. Beide! Das Hundi muss jetzt ruhen und verdauen und ich hab genug anderes zu tun.