4.4.17 - 9 Uhr Aufnahme, Station 3a, nüchtern.
ca. 10 Uhr Kontrastmittel trinken fürs CT, immer noch nüchtern.
ca. 11 Uhr CT, und wieder zurück nach 3a, da hatte ich Glück, war rechtzeitig zum Mittagessen und hab auch was bekommen.
Nachmittags kommt Dr. Brütting: Ich soll mal schnell hoch auf die 4. Dort gäbs ein Zeitfenster und jemand könnte eine gyn. Untersuchung machen. Da wär was "verkalktes" an der Gebärmutter zu sehen gewesen. Innerer Zusammenbruch - ich geh tausend Mal lieber zum Zahnarzt als zum Gynäkologen. Aber muss wohl, also rauf auf die 4.
Niemand wusste was von einem Zeitfenster. Wer soll das denn gesagt haben und wer soll das denn machen? Keine Ahnung? Dann warten Sie mal, dann müssen wir erst mal telefonieren. Aber es erbarmte sich jemand, diese alten, primären Geschlechtsorgane anzuschauen. Befund: 2 kleine Myome. Können drin bleiben, ungefährlich. Muss man nichts machen. Aber: "Sie MÜSSEN zur Krebsvorsorge gehen. Das ist WICHTIG!" (Ja, ja, ist ja schon gut, alles klar, schaun wir mal. Zehn Jahre ohne das und auch ohne Krebs!)
Restlichen Tag verlümmelt und verschlafen. Abendessen durfte ich noch haben, danach nur noch trinken.
5.4.17 - "Sie kommen als erster dran."
Schickes Hemd angezogen. Schicke Gummistrümpfe angezogen. Schicke Haube unters Kopfkissen gelegt. Beruhigungstabletten geschluckt. "Danach nicht mehr aufstehen!"
Um 8 Uhr in den OP geschoben, um 10 Uhr zurück aufs Zimmer geschoben. Dazwischen Blackout. Etwas tat weh am Bauch: Drainageschlauch drin. Sonst alles paletti.
Geschlafen. Immer wieder geschlafen. Irgendwann geschellt weil ich musste. Ich durfte auf der Bettpfanne. Ich liebe das, wenn mir 36° warmes Wasser die Arschbacken runterläuft und den Eindruck vermittelt, man nähme ein Urinbad.
15 Uhr - geschellt: Ich glaub ich muss schon wieder. Kann ich bitte versuchen aufzustehen? Ja, versuchen konnte ich. Aufstehen konnte ich nicht. Bin fast aus den Latschen gekippt und hätte fast aufs Bett gekotzt - konnte gerade so vermieden werden durch konzentrierte Atmung und unverzügliche Flachlagerung. Tropf! 500 ml NACL. Danach neuer Versuch: Frau steht stabil und konnte aufs WC.
Von da an gings los: Muskelkater in der Halsmuskulatur. Paar Stunden später Muskelkater rechtsseitig im Rücken. Wanderte bis zur Hüfte runter. Muskelkater in der Bauchmuskulatur. OK, das war durch die OP zu erklären, die haben da schließlich minimalinvasiv drin herumgefummelt und Netze durch das ganze Gewebe bis in beide Leistem geschoben und dort über die Brüche gelegt. Das ja normal, oder? Aber im Rücken und am Hals? "Das kommt vom Narkosegas." Aaah ja, nun denn. Schmerzmittel nützt da nix.
6.4.17 vormittags Chefarztvisite - "Nein, wir behalten sie noch was hier, da muss noch mehr Drainageflüssigkeit raus. Morgen!" Tag verlümmelt mit Schlafen, Rätsel raten, lesen, Mandalas ausmalen, essen, Abführmittel nehmen und Folgen daraus genießen.
Abends konnte ich mich vor Muskelkaterschmerz kaum noch bewegen. Zum Glück war ein Galgen über dem Bett mit Griff. Ohne den wär ich nicht mehr von der Matratze hoch gekommen oder wieder zurück aufs Bett. Bretthart die ganze rechte Seite. Hab ich angefangen rumzulaufen. Die Nachtschwester wollte wissen, warum ich nicht schlafen könne und hat mich dann mit Voltaren eingeschmiert. Danach gings besser. Alle ca. 30/45 Minuten musste ich Wasser pinkeln. Also ständig raus aus dem Bett und wieder hinlegen und das mit diesem Muskelkaterschmerz. Nie wieder wollte ich diese Narkose haben.
7.4.17 - gegen 5 Uhr kam die Schwester gucken, ob es mir besser ging und hat noch einmal Voltaren geschmiert. Das hats dann gebracht. Bis zum Aufstehen, war alles zwar nicht weg aber wieder zum Aushalten.
9 Uhr Visite, Drainage ziehen und nach dem Narkosegas fragen, damit ich das nie wieder bekommen würde, wenn noch mal was ansteht. Meinte der Arzt, das könne unmöglich von der Narkose sein. Viel eher hätte man mich bei der OP entsprechend unangenehm lagern müssen um arbeiten zu können. Jedenfalls sei alles in Ordnung. Wenn außer dem Muskelkater keine Beschwerden wären, dürte ich nach Hause gehen.
10 Uhr - mit Taxi zuhause angekommen.
Es ist sooo schön zuhause! Alles wieder in Besitz genommen. Alles Gepäck verstaut. SMS geschickt, der Grauling darf nach Hause kommen, wann er will. Er war noch im Wald, das Baloufrauchen will ihn lieber am Nachmittag bringen.
Jetzt ist 14 Uhr, ich hab etwas geschlafen, etwas gegessen und warte auf den Grauschatz.
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Freitag, 7. April 2017
Montag, 20. März 2017
"Ich find da nichts" ...
... meinte der Doc im Krankenhaus heute nachmittag.
Die Leistenbruchgeschichte ist ja so weit vorangeschritten, dass am 15.3. im Krankenhaus untersucht und die Diagnose"Leistenbruch" bestätigt wurde, sogar für beide Seiten. Ich nehm halt, was ich kriegen kann. Das war letzten Mittwoch.
Seit Donnerstag abend tut mir zusätzlich auch noch der Unterbauch weh an einer ganz anderen Stelle unabhänig von den Leistenbrüchen. Hab ich ein paar Tage ausgehalten. Das Gehirn hatte nichts anderes zu tun, als sich darauf zu konzentrieren und hat mich minütlich verrückt gemacht mit "das ist schlimmer geworden, geh zum Arzt". Ich immer so: "Jaja ich guck noch einen Tag." Aber heute hat mich das Gehirn überzeugt, ich wieder ins Krankenhaus und gesagt: "Mir tuts da weh." Getastet, Ultraschall, Blutabnahme - alles im grünen Bereich. "Ich find da nichts," sagte der Doc.
Aber er sagte auch, dass er ein CT machen will, wenn ich die Brüche operiert kriege. Damit wir sicher sein können, dass da wirklich nichts ist. Also erste Aprilwoche CT und OP. Ich hoffe, mein Hirn kann das jetzt gemeinsam mit mir so lange ignorieren.
Die Leistenbruchgeschichte ist ja so weit vorangeschritten, dass am 15.3. im Krankenhaus untersucht und die Diagnose"Leistenbruch" bestätigt wurde, sogar für beide Seiten. Ich nehm halt, was ich kriegen kann. Das war letzten Mittwoch.
Seit Donnerstag abend tut mir zusätzlich auch noch der Unterbauch weh an einer ganz anderen Stelle unabhänig von den Leistenbrüchen. Hab ich ein paar Tage ausgehalten. Das Gehirn hatte nichts anderes zu tun, als sich darauf zu konzentrieren und hat mich minütlich verrückt gemacht mit "das ist schlimmer geworden, geh zum Arzt". Ich immer so: "Jaja ich guck noch einen Tag." Aber heute hat mich das Gehirn überzeugt, ich wieder ins Krankenhaus und gesagt: "Mir tuts da weh." Getastet, Ultraschall, Blutabnahme - alles im grünen Bereich. "Ich find da nichts," sagte der Doc.
Aber er sagte auch, dass er ein CT machen will, wenn ich die Brüche operiert kriege. Damit wir sicher sein können, dass da wirklich nichts ist. Also erste Aprilwoche CT und OP. Ich hoffe, mein Hirn kann das jetzt gemeinsam mit mir so lange ignorieren.
Donnerstag, 2. März 2017
Mein Blog ist ja auch mein Tagebuch ...
... darum gehört hier auch rein, wenn ich gehandicapt bin. Und das bin ich grad mal wieder. Seit Dienstag besteht ein Verdacht auf Leistenbruch. Jedenfalls hat die Hausärztin Hüfte und die gesamte Kanalisation ausgeschlossen. Linksseitig schmerzt es. Sie kann das nicht schallen und ich hab eine Überweisung ins Krankenhaus zur weiteren Untersuchung. Einen Termin dafür hab ich am 15.3. also noch 2 Wochen bis zur endgültigen Diagnose. "Wenn es schlimmer wird, können Sie aber einfach so reinkommen," meinte die Terminverteilerin.
Es kann nichts Schlimmes sein, denn man kann es weder sehen noch tasten, aber es tut halt weh. Beim Gehen, bei allem was die Bauchmuskeln spannt. Am besten ist es, einfach nur zuhause zu sitzen und sich nicht zu bewegen. Gaaanz laaangsam gehen ist auch schmerzfrei. Zum Glück ist der Grauschatz beim Gassi ein Trödelbär. Eigentlich wollte ich aber mal endlich was für die Kondition tun. War wohl nix. Alles doof.
Das Doofste ist, dass ich mich ständig nur beobachte. Alle Konzentration spendet das Hirn der Leiste, als wenn es im Leben nichts anderes gäbe. Und das kann ich nicht abschalten. Es macht mich auch kaputter, als ich mir das eingestehen will.
Muss ich mich jetzt drauf einstellen, dass ich bis Ende März damit zu tun habe, bis alle Untersuchungen und auch die Behandlungen abgeschlossen sind.
Zum Glück ist mir niemals langweilig zuhause. *soifz*
Es kann nichts Schlimmes sein, denn man kann es weder sehen noch tasten, aber es tut halt weh. Beim Gehen, bei allem was die Bauchmuskeln spannt. Am besten ist es, einfach nur zuhause zu sitzen und sich nicht zu bewegen. Gaaanz laaangsam gehen ist auch schmerzfrei. Zum Glück ist der Grauschatz beim Gassi ein Trödelbär. Eigentlich wollte ich aber mal endlich was für die Kondition tun. War wohl nix. Alles doof.
Das Doofste ist, dass ich mich ständig nur beobachte. Alle Konzentration spendet das Hirn der Leiste, als wenn es im Leben nichts anderes gäbe. Und das kann ich nicht abschalten. Es macht mich auch kaputter, als ich mir das eingestehen will.
Muss ich mich jetzt drauf einstellen, dass ich bis Ende März damit zu tun habe, bis alle Untersuchungen und auch die Behandlungen abgeschlossen sind.
Zum Glück ist mir niemals langweilig zuhause. *soifz*
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