Freitag, 5. Juni 2026

Der Sommer 26

Paffrather Mühle 

 

Anfang Juni und ich hatte erst 2 Tage, an denen ich mich zuhause "anblasen" lassen musste, weil es zu warm war. In der vorigen Woche stiegen mir auch die Temperaturen in der Wohnung auf 24°. Ansonsten ist es bis jetzt für mich gut auszuhalten. Für "die Welt" und meine Mitmenschen ist es vermutlich ein Scheiß-Sommer. Für mich nicht. Wir haben auch immer wieder mal Regen. Diese Woche zum Beispiel. Auch Gewitter. Aber bei uns hielt sich das alles in den Grenzen, wie es gebraucht wird. Im Münsterland muss es wohl mal heftig abgegangen sein mit Unwettern. In anderen Regionen wartet man sehnsüchtig auf Regen, aber er kommt nicht. An GL zieht mal wieder alles südlich an die Sieg oder nördlicher an den Niederrhein oder die Ruhr. Wir sind bis jetzt wieder immer in Grenzgebieten und kriegen Normales ab. 

Darüber bin ich eigentlich nicht traurig. Denn wer will schon Katastropen?  

Auch Bauer Bachler in der Krakau wartet tierisch auf Regen für seine Almwiesen. Seine Yaks sind schon auf der Alm, die Rinder noch nicht. Er fürchtet, dass die Alm in diesem Jahr nicht genug Futter bringen wird.  Und so gibt es wieder viele krasse Wetterunterschiede. Die einen haben von allem zu viel, die anderen alles zu wenig. 

Bis jetzt ist die Sommerdepression wegen Hitze bei mir ausgeblieben. Aber ich bin noch nicht "am Schmitz Backes vorbei." Juli und vor allem der August kommen noch. 

 

88,7

Bild von Daniel Dan outsideclick auf Pixabay

 Ich fass es ja nicht. Vorgestern 89,9, heute 88,7. Es läuft. Bei 1000 bis 1200 Kalorien am Tag, parallel zu 16/8 hab ich keinen Hunger und bin immer satt.

Die positiven Nebenwirkungen spür ich ja schon seit Ende Januar, als ich auf 93 war, Die 95 ist ein Gewicht, bei dem sich der Magen meldet: "Ich bin sauer. Für das hier hab ich keinen Platz!" Und schwupps hatte ich das im Hals, wo es dann tierisch brannte. Die Knie freuen sich zwar leise, aber ich weiß, dass sie sich freuen. Ich fühl mich schöner. Das wiederum findet die Psyche toll und lässt mich aktiver und etwas fröhlicher sein.

Die negativen Nebenwirkungen: Die Haut wird schrumpelig. Im Gesicht und an den Armen. Und an manchen Tagen bin ich auch etwas schlapp. Aber nur kurz. Und da niemand Anforderungen an mich stellt, kann mir das dann auch mal kurz egal sein. Über 95 war ich eindeutig öfter und länger schlapp. 

Mach ich also noch ein bisschen weiter damit, so lange es leicht fällt. Auf jeden Fall kann ich an diesem Wochenende mal Kuchen essen und was leckeres mit Kartoffeln. Und nächste Woche gibts einen deftigen Brottag. Brot und Kuchen hab ich am meisten vermisst. Aber für deftige Brote hab ich grad nichts hier.

Die Speckrollen sind immer noch das. Die gehen auch nicht mehr weg. Aber damit kann man im Alter von 77 ganz gut leben.