Sonntag, 8. März 2026

"Das Leben" ist ein Narzisst!

 


Will ein Mensch, der über Suizid nachdenkt, eigenlich sterben?

Nein! Er will im Grunde nur raus aus einer Situation, die ihn bereits ein Leben lang überfordert.

Jeder Mensch will leben. Irgendwann steht man aber vor der Erkenntnis, nicht zu wissen, wie das geht, ohne dass die eigene Seele langsam dahinsiecht.

Die Gesellschaft fordert in den meisten Fällen, ein Leben zu führen, das man im Grunde seiner Seele nicht führen möchte. Der eine Teil erwartet anderes Denken, der Andere erwartet anderes Handeln und der Dritte erwartet beides. Und alle wissen zu verhindern, dass man herausfindet, was der eigenen Seele entspricht und dann danach lebt. Alleine die Aussage "ich will langsam leben" stößt auf verständnislose Blicke. 

In den meisten Fällen beginnt die Überforderung bereits in dem Moment, wo man unabhängig von Anderen, dafür sorgen muss, dass die eigenen Grundbedürfnisse gesichert sind. Diese Sicherheit muss hart erarbeitet und "verdient" werden. Verdient hat die aber nur, wer gesellschaftskonform handelt und denkt. 

"Das Leben" ist ein Narzisst! Es heißt dich willkommen, sagt es liebt dich und dann plötzlich ist alles falsch, was du denkst und tust und das bleibt so bis zum Ende und es ist IMMER deine eigene Schuld!

Mit den Gedanken an Suizid kann man steinalt werden. Es ist nur eine Möglichkeit, mit der Überforderung zu leben. Sozusagen, der letzte Ausweg, den man in der Tasche hat. Aber man muss diesen Ausweg nicht nutzen. Und die Mitmenschen denken, du seist stark. Welch ein Hohn!