Samstag, 23. August 2014

Montag, 11. August 2014

Waldspaziergang

Die Nilgänse fühlen sich wohl bei uns ...

... und werden immer mehr.

Freitag, 8. August 2014

Schönes vom Tage

Es war wieder sehr warm heute. BamBam und ich sind sehr langsam getrödelt. Da hat man dann viel Zeit, Motive zu suchen und mal mit anderen Einstellungen der Digi zu spielen. Heute spielte ich mit der Blende und mit Makro. Mein "kleines Scheißerle" kann schon tolle Sachen machen. Denkt man nicht, dass das keine Spiegelreflexkamera ist.

Aber zuerst die alte, abgestorbene und abgeschnittene Ulme. Zum Vergleich das alte Foto, kurz nach der Fällung:

Tot?

Neinein! Sie schlägt wieder aus! Das gefällt mir!

Montag, 21. Juli 2014

Mit der Digi unterwegs.

Natürlich auch mit dem BamBam. Eigentlich waren wir in den beiden letzten Wochen täglich unterwegs, aber da hatten wir unseren Nachbarn im Rollstuhl auszuführen und ich hatte keine Kamera dabei. Heute war es zwar ein bisschen regnerisch und zwischendurch würden wir nass, wie mit einer Sprühflasche angesprüht, aber wir waren über 2 Stunden draußen. Wieder auf Wegen wo der Rolli nicht hinkann, weil viel zu schwer. So trödelten wir durchs Nasse, am Bach entlang und ich hab wieder ein bisschen mit der Digi gespielt.

Langzeitbelichtungen

Bisschen schief. Digi stand auf nem Stein im Bach.



Makrosachen





Und sonst Schönes.

Hortensie an der Paffrather Mühle

Dicht auf dem Waldboden,

Gibts jetzt reichlich nach dem Regen der Nacht.

Einsame Schönheit im Wald.

Regenmuster

Was von der alten Ulme übrigblieb.
Das geduldigste BamBam der Welt. Ich sagte "Bleib!" und er blieb. Bis ich mit den Langzeitfotos fertig war. Er ist einfach zum Knutschen, dieser Hund.

Mein Herzbube!


Samstag, 21. Juni 2014

Ich bin ich


Überzeugt, ich würde im Vorausschauen und Vorausstapfen die Lösung aller Probleme finden, ging ich los. Denn „es“ geht ja bekanntlich immer weiter. Also muss ich „ihm“ hinterherlaufen. Plötzlich begegnete ich meinen Fehlern und musste sie alle noch einmal erleben. Den Alkoholismus meiner Lebensgefährten, den Vater unter dessen Tisch ich meine Beine streckte. All die falschen Entscheidungen. Als ich den Daumen in den Mund steckte, bemerkte ich die falsche Drehrichtung des Universums. Ich hatte beim Start falsch herum gestanden. Und nun? Noch einmal zurück und vorwärts? Eine zweite Chance? Oder noch einmal das selbe, weil ich ich bin?

Dienstag, 17. Juni 2014

Überfall am hellichten Tage

Sie schaut sich um. Diese Stelle hier ist vielversprechend. Vorsichtig trampelt sie einen Pfad in die Brennesseln unter dem Baum. Rückwärts schiebt sie das Fahrrad auf die freigetrampelte Stelle, und prüft, ob das Rad festen Stand hat. Steht! Mit dem Stockschirm angelt sie nach den Ästen über ihrem Kopf und beginnt, Beeren abzupflücken. Dicke, schwarze Felsenbirnen, voller Saft. Da! Hinterrücks wird ihr Bein umschlungen. Stiche dringen durch die Jeans in ihre Haut. Sie schreit auf: „Lass mich sofort los, oder ich mach dich platt!“ Vorsichtig zupft sie die Brombeeranke von ihrem Bein und trampelt sie in Grund und Boden.

Samstag, 14. Juni 2014

Mal wieder ein Drabble



Die Feindin

Schlecht gelaunt sitze ich in der Wohnung und weiß nicht, wie ich mit ihr umgehen soll. Ihre Präsenz lässt mich schwitzend aufs Bett fallen, aller Energie beraubt, depressiv und lustlos, gefangen für Wochen und Monate. Zum Glück betritt sie niemals meine Wohnung. Sie wartet unten vor dem Haus darauf, dass ich herauskomme. Und sie weiß, dass ich mehrmals täglich auftauchen werde. Kein Mensch kann monatelang in den eigenen vier Wänden verharren. Schon gar nicht mit Hund. Wir müssen raus. Vor der Tür steht sie dann. Mit voller Wucht schlägt sie mir ins Gesicht, sobald ich die Tür öffne. Verfluchte Sommerhitze!
 

Wannenbad mit Behinderung

Das Einsteigen klappt inzwischen ganz gut, mit dem defekten unbeugbaren Knie, Sie hockt sich auf die Schräge am Kopfende uns lässt sich langsam ins Wasser gleiten. Das Aussteigen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Allerdings ist nun alles rutschig, seifig, schmierig. Mit dem gesunden Bein stemmt sie sich die Wannenschräge hinauf, versucht ausreichenden Halt zu finden, da rutscht der Fuß weg! Wie auf einer Rutschbahn geht es abwärts. Der rutschende Körper verursacht eine Tsunamiwelle am Fußende der Wanne. Wasser schwappt über den Wannenrand und flutet die Badezimmerfliesen. Es ist nichts passiert, sie sitzt nur wieder in der Wanne. Jetzt allerdings mit Lachflash!

 

Schmalz

Sie starrt aus dem Fenster. Regen. Auf dem Bordstein sitzt eine Frau. Lange Haare hängen über ein erschöpft aussehendes Gesicht, leer der Blick, herabhängede Schultern. Ein Reiter nähert sich. Schwarz das Pferd, schwarz der Umhang des Mannes. Er zügelt das Tier, steigt ab. Sanft hebt er die Frau auf und setzt sie auf das Pferd. Er steigt hinter ihr auf, hüllt sie schützend in den Umhang. Die Augen schließend, birgt sie das Gesicht an seinem Hals. Langsam reiten sie davon.

Ihr Blick kehrt zurück. Sie nimmt Schmalz auf das Messer, bestreicht ihr Brot, streut Salz darauf und beißt herzhaft hinein. 

 

Ausruhen

Sie schaut auf die Autobahn und setzt sich langsam in Bewegung. Den Hügel runter und quer rüber. Am besten direkt hier, in der Kurve. Überraschung! Ein Merzedes kommt angeflogen, steigt in die Bremsen, es quietscht. Nichts passiert. Glück gehabt, der Merzedes. So, drüben angekommen. Und nun? Die Autobahn entlang? Könnte spaßig werden. Sie kriecht los. In voller Breite. Ziemlich viel los hier, aber das macht die Sache nur interessanter. Hinter ihr kommt ein Audi. Volle Kanne, im Überholvorgang. Bremsen quietschen, es scheppert blechern, Dauerhupen und wieder scheppern. Die Stelle ist gut gewählt. Hier will sie liegen bleiben. Die dicke Nebelwand.

 

Moni Tor

Moni Tor fühlt sich beobachtet. Eine Frau hat an ihrem Tisch Platz genommen und starrt sie an, ihre Finger trommeln auf der Tischplatte. Moni Tor fühlt sich nicht wohl. Die Frau schaut tief in sie hinein, als wolle sie in Moni Tor’s Seele lesen. Moni Tor weiß nicht, was sie gerade von sich preisgibt, was sie diesem eindringlichen Blick offenbart. Es scheint sehr interessant zu sein, denn die Frau nippt kurz an ihrem Tee, trommelt dann immer schneller mit den Fingern und blickt Moni Tor an. Da plötzlich steht die Frau auf und schaltet den Bildschirm ab. Moni Tor erstarrt.

 

Lärmbelästigung

Ich fahre erschreckt zusammen. Was ist das für ein Ton? Den Küchenwecker hab ich doch gerade abgeschaltet. So laut ist der nicht. Diesen nervigen Ton kenne ich nicht, wo kommt der her? Oh Gott, der Rauchmelder. Hier qualmt doch gar nichts! Wie schalte ich den aus? Der ist zu hoch. Stuhl! Draufsteigen, Druck auf den Rauchmelder, er schreit weiter. Ein Schlag mit der Faust, er fällt runter, schreit aber weiter. Wie nervig ist das denn? Da ein rotes Knöpfchen auf der Rückseite. Kann man reindrücken. Stille! Und was war nun? Frau Wirrkopf hat Plätzchen gebacken. Die waren etwas zu dunkel. 

 

Ich bin Ich!

Überzeugt, ich würde im Vorausschauen und Vorausstapfen die Lösung aller Probleme finden, ging ich los. Denn „es“ geht ja bekanntlich immer weiter. Also muss ich „ihm“ hinterherlaufen. Plötzlich begegnete ich meinen Fehlern und musste sie alle noch einmal erleben. Den Alkoholismus meiner Lebensgefährten, den Vater unter dessen Tisch ich meine Beine streckte. All die falschen Entscheidungen. Als ich den Daumen in den Mund steckte, bemerkte ich die falsche Drehrichtung des Universums. Ich hatte beim Start falsch herum gestanden. Und nun? Noch einmal zurück und vorwärts? Eine zweite Chance? Oder noch einmal das selbe, weil ich ich bin?

 

 

Hunger

Sie sitzt seit Stunden am PC und arbeitet. Sie hat Hunger. Sie müsste sich etwas zu essen machen. Aber sie kann nicht aufstehen. Seufzend schaut sie an ihren Beinen entlang, hinunter zu ihren Füßen. Nein, sie kann nicht. Sie arbeitet weiter. Verhungern wird sie schon nicht. Sie denkt an Kuchen, an saftige Butterbrote mit Spiegeleiern und Ketchup. Er liegt da und schläft und sie kann nicht aufstehen. Im Kühlschrank steht herrlich kalter Orangensaft. Sie müsste nur aufstehen und in die Küche gehen. Aber sie kann nicht. Sie bringt es nicht fertig, den schlafenden Hund auf ihren Füßen zu wecken. 

 

Häutung

Vorsichtig ritzt sie die Haut mit dem Messer ein und beginnt, sie abzuziehen. Boah, schon wieder so eine, die sich nicht großflächig abziehen lässt und sofort das Messer verklebt. Die Haut zerfasert in schmale Streifchen um dann ganz abzureißen. Die anschließende Schabearbeit ist mühsam. Woran liegt das bloß? Manchmal kommt sie in großen Stücken ab, ein anderes Mal in kleinen Fitzelchen. Am Untergrund kanns nicht liegen. Sorgfältig arbeitet sie weiter, verliert fast die Geduld. Aber je ungeduldiger sie wird, umso kleiner werden die Fitzelchen. Sie seufzt, reinigt das Messer unter fließendem Wasser und schabt. Sie mag keine Pellkartoffeln mit Schalenfitzelchen. 

 

Erdbeben

Sie fliegt und fliegt. So viel Raum und doch nicht unendlich. Sie fliegt zurück. Da, ein Gebirge inmitten eines Sees. Sie landet auf einem Felsen und beginnt, sich zu säubern. Wäscht sich das Gesicht, den Hals, die Flügel. Der Boden ist feucht, aber sie hat guten Halt und ruht sich aus. Manchmal fliegt ein Wassertropfen an ihr vorbei. Gerade trinkt sie einen Schluck Wasser, als der See durch einen Stoß erschüttert wird. Ein Felsen kommt ins Rutschen, wodurch einer der fliegenden Tropfen ihren Kopf trifft. Sie verliert das Gleichgewicht, rutscht ins Wasser, schwimmt, strampelt … die Fliege ertrinkt im Zimmerbrunnen.

 

 Du sollst nicht töten

Gott, das mit dem Frieden wird nicht gehen! So lange Menschen sich in Armeen verpflichten, um das Töten zu erlernen und sich dabei anerkannt fühlen. So lange Menschen das Töten genießen, weil sie die Macht oder den Befehl dazu haben. So lange für das Töten auf Befehl Absolution erteilt wird. So lange sich Menschen in der Rüstungsindustrie verdingen, ohne zu bedenken, dass sie den Tod herstellen. So lange Veteranen stolz auf ihre verkrüppelten Körper sind und ihre Waffe mehr lieben als ihre Gesundheit. So lange wird die Sache mit dem Frieden nicht gehen, Gott. So lange wird der Teufel lachen. 

 

Du schläfst nur

Jeden Morgen lege ich meine Hand auf deine Brust und nehme deine Pfote in die Hand. Erleichtert spüre ich das Klopfen deines Herzens und das Zittern deiner Pfote. Du drückst deine Krallen in meine Handfläche. Gerne wüsste ich, wovon du träumst. Meine Finger kraulen dein Brustfell und du blinzelst durch halb geschlossene Lieder. Es folgt ein langer, tiefer Atemzug und du schmatzt genüsslich. Manchmal wünsche ich mir, du würdest schnarchen. Aber dein Atem geht lautlos. Immer! Darum muss ich mich jeden Morgen neu vergewissern, dass …. Und jeden Morgen stelle ich erleichtert fest: Du schläfst nur. 

 

Der Sinn des Lebens.

Ich stehe am Abgrund. Übelkeit beim Gedanken, ich könnte dort hinunterfallen. Springen wär gut. Was ist schon das Leben? Eine Aneinanderreihung von Zufällen, die mir selten gut tun. Man erwartet von mir, an mich gerichtete Erwartungen zu erfüllen. Das will ich nicht. Was will ich? Ich weiß es nicht. Ich kann mit dieser „Leberei“ nichts anfangen. Gar nichts. Alle Versuche zu leben haben anfangs Spaß gemacht, dann wurde Routine, Langeweile daraus oder beides. Seit ich denken kann, will ich sterben. Etwas setzt sich neben mein linkes Bein. Mein Herz wird warm und weich. „Komm mein Hund! Geh’n wir nach Hause.“

 


 

Sonntag, 25. Mai 2014

Heute gibt es was umsonst!

Man darf sich was aussuchen! Man darf sich aussuchen, wer einem zukünftig den letzten Cent aus der Tasche nehmen darf, um ihn dann für Dinge zu verschleudern die niemand will.

Man darf sich aussuchen, wer einem zukünftig die Lüge auftischt, Mitspracherecht und Demokratie hätten für ihn oberste Priorität.

Man darf sich aussuchen, wer sich zukünftig für noch mehr Gentechnik und noch mehr Macht für Monsanto einsetzt.

Und das Aussuchen ist völlig umsonst. Also lauft schnell, dass ihr anschließend stolz erklären könnt, ihr wärt dabei gewesen. Heute kostet es noch nichts. Bezahlen müsst ihr alle erst später!

Irgend einer von den vorhandenen, aufgelisteten wird das schon erledigen. Ihr findet diese Personen auch ohne mich! Ich spar mir das und geh mit dem Hund raus. Heute kann ich ihn mir finanziell noch leisten. Morgen vielleicht schon nicht mehr. Carpe Diem!

Montag, 5. Mai 2014

Ich soll schon wieder Kreuzchen machen!

Die Frage ist nur: Wohin? Es gibt viele Möglichkeiten, Kreuzchen zu machen. Wahlzettel aber auch Lottoscheine bieten sich an. Die Frage lautet: Welche Kreuzchen bringen mir was? Welche Kreuzchen sind völlig unnütz und bei welchen habe ich eine Chance, eine Verbesserung der Verhältnisse - egal welcher - zu bewirken? Welche Kreuzchen dienen mir und welche ausschließlich anderen Personen? Sind diese anderen Personen Personen meines Vertrauens oder schmeiße ich nur irgendwem meine kostbaren Kreuzchen sinnlos vor die Füße?

Mein Leben dauert nun schon 65 Jahre. Zugegeben: In den ersten Lebensjahren habe ich von Wahlen nichts verstanden. Seit ich in der Lage bin, Dinge zu verstehen, hat sich mir der Sinn und Zweck von Wahlen aber auch nicht erschlossen. Unter vielen verschiedenen Übeln, das Kleinste wählen zu müssen, löste in all den Jahren nie Begeisterungsstürme bei mir aus. Ich kann nicht sagen, dass ich mich auf Wahlen freute. Ich kann auch nicht sagen, dass ich jemals das Gefühl gehabt hätte, überhaupt eine Wahl zu haben. Und die Sicherheit, bereits im Vorraus zu wissen, dass alle Versprechungen vor den Wahlen heiße Luft und dreiste Lügen waren (und immer noch sind), lassen mich fragen, wie oft man dieses Spiel noch mit mir treiben will und für wie blöde man mich eigentlich hält? Wie oft will man mir noch weiß machen, ich müsse zu meinem eigenen Wohlergehen, zur Verbesserung meiner eigenen Lebensumstände an bestimmten Stellen Kreuzchen auf ein Blatt Papier machen? Haben sich doch in all meinen Lebensjahren nach Wahlen immer nur die Lebensumstände derer verbessert, die gewählt wurden. Meine niemals. Und nicht nur meine niemals, sonernd auch die meiner Mitbürger niemals. Ich hatte nie vor, einmal "zu den Reichen" Bürgern zu gehören. Aber ich hatte auch nicht erwartet, in die Armut abzurutschen. Dazu hatte ich eigentlich zu viele Jahre lang zu gut bezahlte und zu verantwortungsvolle Arbeitsplätze. Aber das Niveau meines Lebensstandards ist trotzdem das eines Hartz- IV-Empfängers.

Und nun soll ich mal wieder glauben, dass irgendwer ein Interesse daran hätte, daran was zu ändern? Ich soll glauben, dass irgendwer daran interessiert sei, zukünftig die Meinung der Bürger einzuholen, wenn es um Millionen-Deals geht? Ich soll glauben, dass man Reiche zum Teilen bewegen kann, um Armut zu lindern? Ich soll glauben, dass Natur vor Genmanipulationen geschützt werden kann, während anderweitig dran gearbeitet wird, ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und USA auf die Beine zu stellen und Großkonzerne Sonderklagerechte bekommen, wenn sie ihren Willen nicht so durchsetzen können wie sie das geplant haben? Nun, ich glaube das alles nicht! Warum sollte ich also zu diesen verlogenen Wahlaussagen total unnütze Kreuzchen machen?

Ich glaube ganz fest, dass Kreuzchen auf einem Wahlschein weiterhin ausschließlich denen dienen, die dort um Kreuzchen bitten. Ausschließlich deren Lebenstandard wird sich verbessern. Der gemeine Bürger hat von Kreuzchen auf einem Wahlschein auch noch  in 1000 Jahren nichts.

Wie sieht es aus mit alternativen Kreuzchen auf einem Lottoschein? Mindestens 6 Stück müsste ich da machen, das wäre zu schaffen. Es gibt 139.838.160 Möglichkeiten, die Kreuzchen zu plazieren, also bei einer Tippreihe genau so viele Chancen zu verlieren oder zu gewinnen. Aber ich habe eine Chance. Nur eine kleine, ganz geringe Chance, aber es gibt eine. Und diese ganz kleine, geringe Chance würde wirklich mir eine Verbesserung meiner Lebensumstände bringen.

Für mich stellt sich darum die Frage, wo ich meine Kreuzchen machen werde, nicht mehr. Und wer von denen, die meine Kreuzchen haben wollen, mir jetzt ein schlechtes Gewissen machen will, weil ich "falsche" Kreuzchen machen werde, soll bitte seine Beweggründe vorher ganz genau überprüfen und sein eigenes Gewissen befragen, ob es wirklich so rein ist, wie man mich glauben machen will!

Ach ja: Alle anderen dürfen Kreuzchen machen, wo sie es für nützlich halten. Von mir aus auch auf einen Wahlschein. Ich will mit diesem Text niemanden dazu aufrufen, nicht wählen zu gehen. Wer bin ich denn, dass ich anderen das Denken abnehmen darf?