Samstag, 9. April 2016

Gruselstory aus dem Seniorenheim

Das wahre Leben schreibt immer noch die tollsten Geschichten.

Die alte Mutter im Heim braucht regelmäßig 2 mal am Tag Movicol. Sonst wird das Output zu fest, der Darm verstopft und ein Krankenhausaufenthalt ist vorprogrammiert.

"Am Anfang der Woche" - Zitat alte Mutter - hat man festgestellt, dass ihr Movicol zu Ende geht. Man wollte bei der Hausärztin nachbestellen - Rezept ist notwendig - um in einer Apotheke neues zu bestellen. Nun merkt man, dass die Hauärztin Urlaub hat. Statt nun beim Vertretungsarzt ein Rezept anzufordern fängt man an, hausintern rumzuschieben, denn andere Patienten haben noch genug. Heute, am Ende der Woche merkt man dann wohl, dass das Movicol bei den anderen auch zu knapp wird und man jetzt dringendst irgendwie eine Apothekenlieferung bekommen müsste.

Ich komm um 16 Uhr von einer Wanderung mit wunden Füßen und erschossen heim und hab einen "Notruf" der alten Mutter auf dem Anrufbeantworter. Sie hat inzwischen Panik, weil Angst vorm Krankenhausaufenthalt, wenn sie keins bekommt. Die Apotheken hier sind aber alle schon seit 13 Uhr geschlossen. Ist ja Samstag! Die Notapotheke am anderen Ende der Stadt. Mit dem Taxi wird das richtig teuer, das zu besorgen. Muss ich also den Freundeskreis aktivieren, ob einer mit mir fährt. Hab Adrenalin bis Unterkante Oberlippe.

Fragen über Fragen: 
  • Ist die alte Mutter die einzige Patienin dieses Hausarztes? Nein, ist sie nicht.
  • Geben Hausärzte keine Info an die Heime, bevor sie in Urlaub fahren? Wenn nein: Warum nicht?
  • Warum hat das Heim nicht sofort die Leistung des Vertretungsarztes in Anspruch genommen? Das bleibt das allergrößte Rätsel.
Vor 5 Minuten kam der Anruf, man habe wieder Movicol besorgt, es sei genug da. Ist das nicht ein tolles Heim? Sie haben es geschafft! Bravo! Das bisschen Panik ist ja nicht so schlimm.

Ich freu mich auf meine Zeit im Seniorenheim!



Freitag, 11. März 2016

Es geht wieder los. Jetzt kommen sie wieder ...

... all die Aufforderungen, aus dem vorhandenen Haufen raffgierieger, asozialer Scheiße Parteien, diejenige auszusuchen, von der man sich zukünftig verarschen belügen lassen möchte. Und die soll man dann wählen. Dabei hat man die Wahl zwischen den Farben, rot, grün, gelb, schwarz und neuerdings auch wieder braun. Hab ich eine Farbe vergessen? Egal, kommt nicht mehr drauf an.

 Seit zig Jahren läuft das nun immer darauf hinaus, dass am Ende der Wahl keine der vorhandenen "Unfähigkeiten" einen eindeutigen Regierungsauftrag erhalten hat. Seit Jahrzehnten wurden die dazu notwendigen 50% der Wählerstimmen nicht mehr erreicht. Das heißt, seit Jahrzehnten sagt das Volk den vorhandenen Parteien "Wir wollen euch nicht!" Und dann? Dann hocken sich diese Nichtgewählten zusammen und überlegen und rechnen, mit welcher Koalition sie denn nun "regierungsfähig" werden, versprechen sich gegenseitig, für die nächsten paar Jahre gemeinsam an dem Strang zu ziehen, der dem Volk die Luft abschnürt.

Neuerdings hat man eine durchaus begründete Angst vor der Farbe braun. Aber wenn man die anderen Farben zusammenmischt, bekommt man auch einen Farbton, der dem von Scheiße recht nahe kommt.

Kann mir bitte mal jemand logisch und verständlich erklären, warum ich dieses idiotische Spiel alle Jahre wieder machen soll? Und komme man mir jetzt bitte nicht mit dem Argument, dass Nichtwählen derzeit das selbe sein würde, wie die Wahl der Farbe braun. Wer nicht wählt, "wählt" (leider) doch "die Großen", bei Prozentrechnung ist das so.

 http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html

Mittwoch, 17. Februar 2016

Spielerei mit Kränen

Ich liebe Kräne. Anfassen war aber heute verboten und zu gefährlich. Darum nur von weitem.









Montag, 4. Januar 2016

Die zweite HCG-Diät.

Die ersten beiden Tage der Diät sind ja Schlemmertage, an denen man von allem so viel essen soll, wie man will. Hatte ich also heute reichlich Kuchen, eine Gyros-Pita in der Stadt und irgendwann gleich noch ma eine Suppe.

Was ich morgen reinstopfe, werden wir dann sehen. Ganz bestimmt noch mal Brezeln und vielleicht noch ne Curry-Wurst?

Ab übermorgen  dann wieder mindestens 3 Wochen ohne Kohlehydrate, kein Zucker, kein Fett, nur mageres Fleisch, Gemüse und wenig Obst. Ich werde diesen Beitrag wieder täglich aktualisieren, aber diesmal nur mit der Aufzeichnung des Gewichts. Wenn ich die 3 Wochen wieder so gut rumkriege wie im Herbst, werde ich wieder auf 6 Wochen verlängern, aber das lass ich mir offen.

Wer genauer wissen will, wie es geht, kann HIER nachlesen. Das ist dort chronologisch, wer die Erklägung der Diät lesen will, muss also bis ans Ende scollen.

Ich hatte die Diät damals mit 91,3 Kilo abgeschlossen und das Gewicht bis kurz vor Weihnachten gehalten. Dann bin ich entgleist und das Vorhaben, Anfang Januar wieder eine zu machen, hat mich dann auch ungezügelt werden lassen.

So starte ich also heute, am 1. Tag (Schlemmertag) mit einem Gewicht von 95,3 Kilo.
2. Schlemmertag 94,1

Nun folgen die echten Diättage:
3. Tag 94,9
4. Tag 93,4
5. Tag 92,6

6. Tag 92,3 Ich denke, ab heute geht es erst ans wirklich Angefressene. Denn hier beginnt das Kilo Toleranz mit dem ich nach der ersten Diät mein Gewicht bis Weihnachten halten konnte. Immer mal ein Kilo rauf oder runter. Aber nun ist es wohl feste drauf und es muss wirklich runter. Jetzt wird es langsamer gehen.

7. Tag 92,3
Ja, und ich hab wieder das gleiche Problem, wie in der ersten Diätphase: Ich kann nicht zum Klo. Muss ich mal nachlesen, was ich damals alles unternommen habe, damit es ein bisschen flutscht. Es reguliert sich von alleine wieder, aber das dauert dann noch.


11. Januar = Start in die 2 Woche

8. Tag 91 *yeah* Hatte auch gestern Stuhlgang! Aber ich hab Hunger und mir ist kalt. Bin aber auch sehr eisern, was die Regeln angeht. Habe noch an keinem Tag die 500 Kalorien überzogen. Noch geht es gut so.
9. Tag 91,2
10. Tag 91,5 und es hat etwas geflutscht. :)
11. Tag 90,9 und wieder geflutscht :)
12. Tag 91,4 *soifz* aber ich wusste, es würde schwer werden. :(

13. Tag 90,8 Der Darm hat sich wohl schon dran gewöhnt, ich kann wieder alle 2 bis 3 Tage zur Toilette, ohne dass ich was einnehmen muss.  Und bei der geringen Nahrungsmenge ist dieser Rhythmus ok.

14. Tag 90,4

18. Januar = Start in die 3. Woche

15. Tag 90,5 ich wusste, dass es schwer sein würde. Aber sooo schwer?
16. Tag 90,1
17. Tag 89,8 Äntlich!!
18. Tag 89,9
19. Tag 89,9 *grummel*
20. Tag 89,4
21. Tag 89,6

25. Januar = Start in die 4. Woche

22. Tag 89,8 *soifz*
Ich habe beschlossen, nur noch diese Wochen durchzuziehen und dann die Diät zu beenden. Es kommt Frust auf und im Hinblick auf meine Reise in 14 Tagen, ist es auch nicht so ganz falsch.

Ich friere oft und arg. Bei den derzeitigen Temperaturen sind wohl die 500 Kalorien am Tag doch zu wenig und ich will nicht heizen. Darum hab ich mehr Obst gegessen, als ich eigentlich darf, vor allem auch mehr Apfelsinen und Clementinen. Am Käse konnte ich manchmal nicht vorbeigehen und habe ein wenig gegessen. Mengen, von denen man schnell sagt "ach das bisschen macht doch nichts". Aber es scheint wohl doch was zu machen. Wenn das Kombibad das Außenbecken im März wieder aufmacht, werde ich weiter diäten und dabei wöchentlich 1 oder 2 mal schwimmen gehen. Aber diese Woche zieh ich noch durch.

23. Tag 89,3 

24. Tag 89,2 Dabei hab ich gestern der Zuckersucht nachgegeben und bestimmt 10 Trüffeln gegessen. Es war Frust und Heißhunger. 













Freitag, 1. Januar 2016

Meinen alten Wirrkopf-Blog gibt es nicht mehr.

Die Platform blog.de wurde im November 2015 geschlossen, die alten Beiträge sind damit alle verschwunden. Natürlich hab ich sie gesichert auf meiner Festplatte, aber das alles wieder online zu stellen ist eine Wahnsinnsarbeit, zu der ich bisher nicht die Muße fand.

Es tut mir leid um die Blog-Community, die dort existierte und aus der ich immer noch viele Blogfreunde habe - nun hauptsächlich bei facenbook. Es tut mir auch leid um all die schönen Artikel, insbesondere die Baustellendokumentationen RheinBerg Galerie und Regenwasserkanal. Das waren tolle Reportagen, die nun nicht mehr zu sehen sind.

Aber es gibt Wichtigeres im Leben. Vor allem das Heute, das es jeden Tag neu zu bewältigen gibt und uns immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Schaun wir also in die Zukunft. Und ein bisschen Vergangenheit, das Heute und hoffentlich auch die Zukunft wird nun hier im Blog dokumentiert werden.

Allen meinen treuen Lesern wünsche ich viel Freude beim Blog-Stalken. :)

Samstag, 12. Dezember 2015

Was war das denn nun mit dem Lämmchen?

Bei facebook hat sich ein Kontakt ergeben mit Wiebke, einer Frau die sich auskennt und Ahnung hat. Sie hat meinen Blogeintrag gelesen und hat mich beruhigen können. Hier ein bisschen zusammengefasst, was sie mir am Telefon erzählt hat und so weit sie das aus der Distanz, ohne die Herde und die Örtlichkeiten zu kennen einschätzen kann:

  • Es kann passieren, das aus irgendeinem Grund ein Schaf sein Lamm nicht annimmt. "Erstgebärende" benötigen beim ersten Lamm auch schon mal Hilfe.
  • Es stirbt auch nicht jedes Lamm, nur weil es mal eine Stunde nicht vom Mutterschaf versorgt wird. Da muss man bei trockenem und bei kaltem Wetter oder sogar auch bei Frost nicht eingreifen. Das kann man so lassen.
  • Ein völlig durchnässtes Lamm bei dem derzeitigen nassen Wetter, auf einer derzeit patschnassen Wiese, kühlt aber sehr wohl in kürzester Zeit aus und stirbt dann auch recht schnell, wenn es nicht schnell die Biestmilch bekommt.
  • Darum sei es absolut richtig gewesen, das Lamm zu wärmen, ohne es großartig zu püngeln. 
  • Es stirbt kein Lamm, nur weil man es anfasst oder in eine Decke wickelt.
  • Es sei ein Unding, dass ich so angeranzt worden sei. Jeder vernünftige Schäfer sei froh, wenn ihm ein Missstand aufgezeigt würde, denn sie können unmöglich immer dabei sein, wenn Lämmer geboren werden. 
  • Alles andere zum Thema Schafhaltung, das ich im Blogeintrag beschrieben habe, findet sie "zum Kotzen". Dieser eine Satz soll reichen, Details spar ich mir hier in der Öffentlichkeit des Blogs.
Ich habe gefragt, wie das bei unseren Schafen im Sommer bei Hitze ist, wenn sie mal kein Wasser haben und keinen Schatten. Schafe in Neuseeland oder Australien hätten das das doch auch nicht. Wiebke sagt, das seien andere Rassen. Bei uns hat das Gras im Sommer nicht genug Freuchtigkeit, und unsere Schafe sollten nicht ohne Unterstand bei Hitze gehalten werden. Das sei tierschutzrelevant. Ein ausgewachsenes Schaf braucht bei uns im Sommer ca. 8 Liter Wasser am Tag. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Haltung dieser Herde im Sommer auf den uns bekannten Wiesen tierschutzrelevant.

Ich habe also nichts falsch gemacht. Wiebke meinte sogar, wenn sie mir so zuhört, was ich erzähle, hätte sie vermutlich auch entschieden, das Lamm erst mal zu wärmen.

Eins möchte ich aber noch klarstellen, weil Wiebke meinte, sie fänd es auch nicht toll, wenn Fremde auf ihrer Weide zwischen den Schafen rumlaufen. Fänd ich als Schäfer auch nicht cool. Aber: ich bin nicht über den Schafzaun gestiegen. Das Lamm stand direkt am Schafzaun, ich brauchte da gar nicht reinzugehen.

Wiebke sagt, ich brauche mir nicht die geringsten Vorwürfe zu machen.





Und noch 'n Gedicht!

Diese Woche war bei mir sehr ergiebig an Umgang mit Vollpfosten.

Hab ich ja einen neuen Staubsauger von Dirt Devil. Ich bin der Typ, der vor Gebrauch Bedienungsanleitungen liest und guckt, wie man so ein Teil behandeln muss, damit es ihm gut geht und es lange hält. Da steht ja dann auch drin, welche Teile man rausmachen kann, zwecks Reinigung. Das Teil ist ohne Staubbeutel, also so ein Zyklon-System. In dem Behälter gibt es eine Platte, die sich Reflektor nennt. Diesen Reflektor soll man regelmäßig rausnehmen, unter Wasser abspülen, 24 Stunden trocknen lassen und dann wieder einsetzen.

Regelmäßig heißt nun sicher nicht bei jeder Staubbeutelleerung. Aber inzwischen sammelte sich jenseits des Reflektors viel Feinstaub an und ich dachte es sei sinnvol, diese Reinigung mal zu machen. Das Problem: Ich weiß nicht, wie das rauskommt. Da steht zwar, dass man es rausmachen kann, aber nach meinem Verständnis kann man es wohl eher nicht, ohne den Behälter zu zerstören.

"Ruf den Service an!" sagte mein Hirn. Nummer gesucht und kam auch sofort durch und hatte einen Menschen dran. Seeehr ungewöhnlich schon. Keine Warteschlange, keine automatische Aufforderung noch ein paar Nummer zu tippen, um zum richtigen Sachbearbeiter zu gelangen. Komisch!

Ich dem Menschen mein Problem erklärt.
Er: "Warum sollen sie das denn rausmachen?"
ich: "Weil sich da inzwischen alles voller Feinstaub zugesetzt hat."
Er: "Wird denn die Saugleistung weniger?"
Ich: "Nein, noch nicht, wird aber wohl irgendwann so weit sein. Möchte ich verhindern."
Er: "Warum das denn?"
Ich: "Weil die Bedienungsanleitung das so empfiehlt. Kennen Sie sich mit dem Gerät aus, oder können sie mich weiterverbinden an jemand, der weiß, dass das so inder Bedienungsanleitung steht."
Er, jetzt etwas angefressen: "Ich kenne das Gerät, verstehe aber nicht, warum sie das rausmachen wollen."
Ich: "Schlagen Sie doch mal die Bedienungsanleitung auf Seite xyz auf, da steht, das man das kann und auch soll."
Er doch dann tatsächlich sauer und langsam lauter werdend: "Lassen sie doch mal die Bedienungsanleitung weg."
Ich: "Warum steht das denn dann da drin? Ich pflege Dinge zu hinterfragen, die ich nicht verstehe."
Er setzt an: "Man kann das Hinterfragen auch...
Hab ich ihn unterbrochen: "OK, danke, alles gut, ich ruf woanders an. Wiederhören!"

Jetzt ist der Reflektor mit dem ganzen Feinstaub dahinter immer noch im Gerät. Aber ich werde wohl mal eine andere Telefon-Nummer anrufen. Hab noch eine andere gefunden. Wahrscheinlich ist das dann sie mit der Warteschlange und den zusätzlichen Nümmerchen, bis man beim richtigen Sachbearbeiter ist. Aber vielleicht erwisch ich dort jemand, der das Lesen von Bedienungsanleitungen und das Hinterfragen von Unverständlichem nicht für unnötig hält. Vielleicht teile ich der Serviceabteilung auch mal mit, welcher inkompetente Mensch unter dieser Nummer erreicht wird, die ich mir da ausgesucht hatte. Der sollte wohl besser in die Registratur versetzt werden.

Viel Frust auf der Seele ...

... den ich mir jetzt mal runterschreiben muss. Ich hab ja keine Ahnung von Schafen, aber um zu wissen, dass da was nicht stimmte, heute morgen, muss man die nicht unbedingt haben. Hab ich mich gekümmert und bin wüst beschimpft worden. Aber der Reihe nach:

BamBam und ich waren unterwegs am Mutzbach entlang bis zur Diepeschrather Mühle und weiter bis zum Schäferhundeplatz, von dort zurück, an der Gänsewiese vorbei, wo jetzt die Schafe von der Paffrather Mühle auf der Wiese stehen. Ortsansässige kennen diese Runde und kennen auch diese Schafe.

Den ganzen Weg am Bach entlang konnte ich schon das Lamm hören, das bei den Schafen schrie. Da ist aber die Wiese auf der anderen Seite vom Bach, man kann das nur hören aber nicht einsehen.

Als ich dann auf dem Rückweg an der Gänsewiese entlang ging, schrie das Lamm immer noch. Also ca. 30 Minuten später. Hab ich das eine Weile beobachtet. Das blökende Lämmchen stand am Schafzaun, weiter hinten auf der Wiese lag noch eins stumm und unbeweglich rum. Beide waren winzigst. Kein Alttier kümmerte sich um diese beiden Lämmchen. Bin ich um die Wiese rum und an einer offenen Stelle über den kleinen Bach und zu den Tieren auf die Weide gegangen. Das blökende Lamm stand bis zu den Fußgelenken in einer Pfütze, war patschnass und hatte noch Nabelschnur unterm Bauch hängen. Kein Alttier interessierte sich dafür. Das Lamm blökte also nun schon ne gute Dreiviertelstunde ohne Muttertier da rum. Auf dem Stromkasten steht eine Telefon-Nummer, angerufen, Bescheid gesagt. "Ja danke für den Anruf." Sonst nix. Ich weiß nicht wo der Besitzer wohnt, nur dass er irgendwo mitten in der Stadt ist. "Das dauert ja jetzt noch mal ne halbe Stunde bis der da ist", dachte ich. Hab ich das Lamm aus der Pfütze genommen. Das steckte da nicht fest, das hätte auch von alleine da raus gehen können, hat es aber nicht getan. Es war eiskalt. Hab ich es in meine "Wolfshautjacke" gewickelt. Noch mal angerufen, Bescheid gesagt, dass das Tier völlig eiskalt ist und ich es in der Jacke hätte. Da schreit mich das Weib am anderen Ende der Leitung an, wie bescheuert ich denn wohl wär, jetzt ging das Alttier da nicht mehr bei, das wär das Todesurteil für das Lamm.

Ich: "Soll ich es hier in der Pfütze verrecken lassen? So kalt wie das ist, krepiert das eh bald. Wann kommen Sie? Ich warte!"

Sie: Sie könne nicht kommen, sie sei unterweg, das würde bestimmt noch mindestens ne halbe Stunde dauern.

Ich weiß, dass sie Angestellte hat. Da sind normalerweise immer Männer mit einem Auto unterwegs, die die Schafe versorgen. Hätte sie ja auch die schicken können?

Ich: "Wenn sie in der halben Stunde nicht hier sind, ruf ich die Polizei an."

Sie: "Die Polizei kann da auch nix dran machen." Dann hat die einfach aufgelegt.

Ich hab gekocht. Gefühlskarrussel! Wut, Hilflosigkeit, Angst es doch falsch gemacht zu haben. Das Tier aus der Jacke rausgenommen, auf ein trockneres Stück Wiese gesetzt. Hund mitgenommen im Wald dann gewartet, ob nicht doch ein Alttier sich kümmert. Eins ist dann nach ner Weile hingegangen, hat das Lamm abgeschüffelt, hat es auch zwischen den Hinterbeinen suchen lassen, aber trinken durfte es nicht. Das Alttier ist weitergegangen, das Lamm blieb wo es war.

Das zweite Lämmchen lag immer noch bewegungslos dort auf der Wiese. Ich bin dann gegangen, weil ich eh nix mehr tun konnte und keinen Bock hatte, mich von der Frau noch unangespitzt in den Boden rammen zu lassen, wenn die ankommt.

Meines Erachtens stinkt diese Schafhaltung eh. Die Alttiere sind Lammwurfmaschinen. So viele Lämmer, wie da rund ums Jahr, auch im Winter geworfen werden, werden da nicht groß. Muss ja auch nicht. Aber da sind das ganze Jahr über Böcke zwischen. Die Schafe kriegen ein Lamm nach dem andern. Das muss sicher auch nicht. Ich hab da schon tragende Alttiere zwischen gesehen, völlig abgemagert aber trächtig. Auf kaputten Beinen hinkend, aber trächtig. Ein Alttier, apatisch am Wassertrog mit dem Maul im Wasser und zwei frisch geborenen Lämmern daneben. Das muss ganz sicher auch nicht!

Am Montag ruf ich beim Veterinäramt an und mach mich mal schlau, ob ich da nun was falsch gemacht hab oder nicht. Und ob man sich fertig machen lassen muss, in so einem Fall. Und ob es normal ist, dass Lämmer mit Nabelschnur fast ne Stunde nach dem Muttertier blöken müssen, bis es kommt und ob dann noch davon ausgegangen werden kann, dass überhaupt eins kommt.

Auf dem Heimweg wollte BamBam nicht mit und hat mich zusätzlich genervt, weil er immer stehen blieb. Bin ich mit dem auch noch ungerecht ausgerastet und musste ihm dann noch mal kurz ins Fell flennen, weil er das auch nicht verdient hatte.

Der Tag ist gelaufen!

Fortsetzung nach einem Gespräch mit einer Schäferin

Donnerstag, 12. November 2015

"Man kann auch einen Elefanten essen, ...

... wenn man ihn in mundgerechte Stücke schneidet!"

Fragt mich nicht, von wem der Spruch ist! Keine Ahnung, aber er begleitet mein Leben, seit ich gelernt habe, dass man sich am besten immer auf sich selbst verlässt, wenn ein Problem ansteht!

Mein Problem hieß diesmal "Staubsaugerentsorgung". Die Abfallwirtschaftsbetriebe wollen ihn nicht abholen, weil das Volumen von 0,5 m³ nicht erreicht wird. In den Restmüll dürfen keine Elektoteile rein. Für die Container zur Entsorgung von Elektrokleingeräten war das Teil aber zu groß. Wer ein Auto hat, kann auch nach Obereschbach fahren und so ein Teil dort abgeben. Ich hab aber kein Auto. Und eine Reise von fast 2 Stunden hin und zurück bei unseren derzeitigen Chaosverhältnissen wollte ich keinem mehr zumuten, nachdem ich eine Absage bekommen hatte. Da kam mir der Gedanke, dass man einen Elefanten auch in der Biomülltonne entsorgen könnte, wenn man ihn kleinschneidet. Also muss man einen Staubsauger auch in kleine Tonnen füllen können, wenn man ihn schreddert. Muss ich also nur die rote Oberschale von der schwarzen Unterschale trennen, dann sollte sich das Problem lösen lassen. Dazu muss ich nur die Schrauben finden. Und die waren tierisch gut versteckt.

Zum Schreddern nehme man folgende Werkzeuge:

Ein paar kleine Schrauben knackten nach Einsatz von roher Gewalt freiwillig aus dem Rahmen, den Zugang zu diesen konnte ich nicht finden. Sie erlaubten mir aber einen Einblick in die Kiste um zu sehen, wo denn überhaupt noch was verschraubt sein musste. 4 Schrauben fand ich, nachdem ich alle Räder geschreddert hatte. Eine Fünfte war tief versenkt, unter einer Dichtung zwischen dem Ansaugstutzen und dem Staubbehälter.

Das Ergebnis von ca. 1 Stunde schweißtreibender Arbeit:

Die rote Oberschale geht jetzt mit allem Kunststoffgeschredder in die Restmülltonne, die schwarze Unterschale mit der ganzen Elektik müsste jetzt in den Elektrokontainer passen.

Mission accomplished! *schweißvonderstirnwisch*

Dienstag, 3. November 2015

Fazit nach der Stabilisierungsphase

Am Samstag war der letzte Tag meiner Stabilisierungsphase. Hab ich nun das Gefühl, dass ich mein Gewicht halten werde? Eigentlich schon. Wenn ich mich weiter an ein paar, leicht einzuhaltende Regeln halte.

Es ist logisch nicht nachzuvollziehen, wann ich zu- oder abnehme. Kann sein, dass man nach einem Kuchentag leichter ist, als nach einem Salattag. Das heißt aber nicht, dass es keinen Sinn macht, einen Salattag/Obsttag einzuschieben, wenn man am Tag zuvor lecker gegessen, oder sogar gesündigt hat. Darum ist das Wichtigste jetzt das tägliche Wiegen, damit man sofort reagieren kann, wenn das Gewicht steigt.

Beispiel:
am Samstag hatte ich Restaurantessen bei der Wanderung, am Sonntagmorgen hatte ich zugenommen. Am Sonntag hatte ich viel zu reichlich Nudeln mit einer köstlichen Nudelsoße, die ich ich selbst gezaubert hatte. Am Montag hatte ich die Toleranzgrenze von 2,3 kg um 400 g überschritten. Am Montag habe ich über den Tag verteilt bis zum Abend 5 Scheiben Schwarzbrot (die sind klein) mit Butter. Das war lecker und gut auszuhalten. Am Abend dann eine ganze Packung Feldsalat mit Öl-Essig-Soße und ca. 250 g gebratene Champions. Bis zum Schlafengehen dann noch 3 mal eine Handvoll Erdnüsse (in der Schale). Die wollte ich eigentlich nicht essen, weil ich ja zugenommen hatte. Heute war mein Gewicht mit 91,1 kg niedriger als am Ende der Diätphase. Das ist nicht logisch, zeigt aber, dass man sich auch nicht kasteien muss, um das Gewicht zu halten. Es geht rauf und runter, nach irgendwelchen unverständlichen Gesetzen.

Fastentage einzuschieben ist schwer. Für mich ist das schwerer, als eine ganze Diätzeit mit Nullessen auszuhalten. Aber zwischen "Fresstagen" finde ich es sehr schwer, mich zu beherrschen. Der Hunger lässt mir dann keine Ruhe. Das mag bei Anderen besser funktionieren.

Ich bin sehr gespannt, wie ich die kommende Advents- und Weihnachtszeit überstehe. Den ganzen leckeren Düften zu widerstehen und die ganzen geschenkten, selbstgemachten Kekse liegenzulassen wird mir nicht gelingen. Ich will keine dauerhafte 3 hinter der 9! Das ist mein Ziel. Wenn ich das schaffe, bin ich sehr zufrieden mit mir.