Samstag, 12. Dezember 2015

Was war das denn nun mit dem Lämmchen?

Bei facebook hat sich ein Kontakt ergeben mit Wiebke, einer Frau die sich auskennt und Ahnung hat. Sie hat meinen Blogeintrag gelesen und hat mich beruhigen können. Hier ein bisschen zusammengefasst, was sie mir am Telefon erzählt hat und so weit sie das aus der Distanz, ohne die Herde und die Örtlichkeiten zu kennen einschätzen kann:

  • Es kann passieren, das aus irgendeinem Grund ein Schaf sein Lamm nicht annimmt. "Erstgebärende" benötigen beim ersten Lamm auch schon mal Hilfe.
  • Es stirbt auch nicht jedes Lamm, nur weil es mal eine Stunde nicht vom Mutterschaf versorgt wird. Da muss man bei trockenem und bei kaltem Wetter oder sogar auch bei Frost nicht eingreifen. Das kann man so lassen.
  • Ein völlig durchnässtes Lamm bei dem derzeitigen nassen Wetter, auf einer derzeit patschnassen Wiese, kühlt aber sehr wohl in kürzester Zeit aus und stirbt dann auch recht schnell, wenn es nicht schnell die Biestmilch bekommt.
  • Darum sei es absolut richtig gewesen, das Lamm zu wärmen, ohne es großartig zu püngeln. 
  • Es stirbt kein Lamm, nur weil man es anfasst oder in eine Decke wickelt.
  • Es sei ein Unding, dass ich so angeranzt worden sei. Jeder vernünftige Schäfer sei froh, wenn ihm ein Missstand aufgezeigt würde, denn sie können unmöglich immer dabei sein, wenn Lämmer geboren werden. 
  • Alles andere zum Thema Schafhaltung, das ich im Blogeintrag beschrieben habe, findet sie "zum Kotzen". Dieser eine Satz soll reichen, Details spar ich mir hier in der Öffentlichkeit des Blogs.
Ich habe gefragt, wie das bei unseren Schafen im Sommer bei Hitze ist, wenn sie mal kein Wasser haben und keinen Schatten. Schafe in Neuseeland oder Australien hätten das das doch auch nicht. Wiebke sagt, das seien andere Rassen. Bei uns hat das Gras im Sommer nicht genug Freuchtigkeit, und unsere Schafe sollten nicht ohne Unterstand bei Hitze gehalten werden. Das sei tierschutzrelevant. Ein ausgewachsenes Schaf braucht bei uns im Sommer ca. 8 Liter Wasser am Tag. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Haltung dieser Herde im Sommer auf den uns bekannten Wiesen tierschutzrelevant.

Ich habe also nichts falsch gemacht. Wiebke meinte sogar, wenn sie mir so zuhört, was ich erzähle, hätte sie vermutlich auch entschieden, das Lamm erst mal zu wärmen.

Eins möchte ich aber noch klarstellen, weil Wiebke meinte, sie fänd es auch nicht toll, wenn Fremde auf ihrer Weide zwischen den Schafen rumlaufen. Fänd ich als Schäfer auch nicht cool. Aber: ich bin nicht über den Schafzaun gestiegen. Das Lamm stand direkt am Schafzaun, ich brauchte da gar nicht reinzugehen.

Wiebke sagt, ich brauche mir nicht die geringsten Vorwürfe zu machen.





Und noch 'n Gedicht!

Diese Woche war bei mir sehr ergiebig an Umgang mit Vollpfosten.

Hab ich ja einen neuen Staubsauger von Dirt Devil. Ich bin der Typ, der vor Gebrauch Bedienungsanleitungen liest und guckt, wie man so ein Teil behandeln muss, damit es ihm gut geht und es lange hält. Da steht ja dann auch drin, welche Teile man rausmachen kann, zwecks Reinigung. Das Teil ist ohne Staubbeutel, also so ein Zyklon-System. In dem Behälter gibt es eine Platte, die sich Reflektor nennt. Diesen Reflektor soll man regelmäßig rausnehmen, unter Wasser abspülen, 24 Stunden trocknen lassen und dann wieder einsetzen.

Regelmäßig heißt nun sicher nicht bei jeder Staubbeutelleerung. Aber inzwischen sammelte sich jenseits des Reflektors viel Feinstaub an und ich dachte es sei sinnvol, diese Reinigung mal zu machen. Das Problem: Ich weiß nicht, wie das rauskommt. Da steht zwar, dass man es rausmachen kann, aber nach meinem Verständnis kann man es wohl eher nicht, ohne den Behälter zu zerstören.

"Ruf den Service an!" sagte mein Hirn. Nummer gesucht und kam auch sofort durch und hatte einen Menschen dran. Seeehr ungewöhnlich schon. Keine Warteschlange, keine automatische Aufforderung noch ein paar Nummer zu tippen, um zum richtigen Sachbearbeiter zu gelangen. Komisch!

Ich dem Menschen mein Problem erklärt.
Er: "Warum sollen sie das denn rausmachen?"
ich: "Weil sich da inzwischen alles voller Feinstaub zugesetzt hat."
Er: "Wird denn die Saugleistung weniger?"
Ich: "Nein, noch nicht, wird aber wohl irgendwann so weit sein. Möchte ich verhindern."
Er: "Warum das denn?"
Ich: "Weil die Bedienungsanleitung das so empfiehlt. Kennen Sie sich mit dem Gerät aus, oder können sie mich weiterverbinden an jemand, der weiß, dass das so inder Bedienungsanleitung steht."
Er, jetzt etwas angefressen: "Ich kenne das Gerät, verstehe aber nicht, warum sie das rausmachen wollen."
Ich: "Schlagen Sie doch mal die Bedienungsanleitung auf Seite xyz auf, da steht, das man das kann und auch soll."
Er doch dann tatsächlich sauer und langsam lauter werdend: "Lassen sie doch mal die Bedienungsanleitung weg."
Ich: "Warum steht das denn dann da drin? Ich pflege Dinge zu hinterfragen, die ich nicht verstehe."
Er setzt an: "Man kann das Hinterfragen auch...
Hab ich ihn unterbrochen: "OK, danke, alles gut, ich ruf woanders an. Wiederhören!"

Jetzt ist der Reflektor mit dem ganzen Feinstaub dahinter immer noch im Gerät. Aber ich werde wohl mal eine andere Telefon-Nummer anrufen. Hab noch eine andere gefunden. Wahrscheinlich ist das dann sie mit der Warteschlange und den zusätzlichen Nümmerchen, bis man beim richtigen Sachbearbeiter ist. Aber vielleicht erwisch ich dort jemand, der das Lesen von Bedienungsanleitungen und das Hinterfragen von Unverständlichem nicht für unnötig hält. Vielleicht teile ich der Serviceabteilung auch mal mit, welcher inkompetente Mensch unter dieser Nummer erreicht wird, die ich mir da ausgesucht hatte. Der sollte wohl besser in die Registratur versetzt werden.

Viel Frust auf der Seele ...

... den ich mir jetzt mal runterschreiben muss. Ich hab ja keine Ahnung von Schafen, aber um zu wissen, dass da was nicht stimmte, heute morgen, muss man die nicht unbedingt haben. Hab ich mich gekümmert und bin wüst beschimpft worden. Aber der Reihe nach:

BamBam und ich waren unterwegs am Mutzbach entlang bis zur Diepeschrather Mühle und weiter bis zum Schäferhundeplatz, von dort zurück, an der Gänsewiese vorbei, wo jetzt die Schafe von der Paffrather Mühle auf der Wiese stehen. Ortsansässige kennen diese Runde und kennen auch diese Schafe.

Den ganzen Weg am Bach entlang konnte ich schon das Lamm hören, das bei den Schafen schrie. Da ist aber die Wiese auf der anderen Seite vom Bach, man kann das nur hören aber nicht einsehen.

Als ich dann auf dem Rückweg an der Gänsewiese entlang ging, schrie das Lamm immer noch. Also ca. 30 Minuten später. Hab ich das eine Weile beobachtet. Das blökende Lämmchen stand am Schafzaun, weiter hinten auf der Wiese lag noch eins stumm und unbeweglich rum. Beide waren winzigst. Kein Alttier kümmerte sich um diese beiden Lämmchen. Bin ich um die Wiese rum und an einer offenen Stelle über den kleinen Bach und zu den Tieren auf die Weide gegangen. Das blökende Lamm stand bis zu den Fußgelenken in einer Pfütze, war patschnass und hatte noch Nabelschnur unterm Bauch hängen. Kein Alttier interessierte sich dafür. Das Lamm blökte also nun schon ne gute Dreiviertelstunde ohne Muttertier da rum. Auf dem Stromkasten steht eine Telefon-Nummer, angerufen, Bescheid gesagt. "Ja danke für den Anruf." Sonst nix. Ich weiß nicht wo der Besitzer wohnt, nur dass er irgendwo mitten in der Stadt ist. "Das dauert ja jetzt noch mal ne halbe Stunde bis der da ist", dachte ich. Hab ich das Lamm aus der Pfütze genommen. Das steckte da nicht fest, das hätte auch von alleine da raus gehen können, hat es aber nicht getan. Es war eiskalt. Hab ich es in meine "Wolfshautjacke" gewickelt. Noch mal angerufen, Bescheid gesagt, dass das Tier völlig eiskalt ist und ich es in der Jacke hätte. Da schreit mich das Weib am anderen Ende der Leitung an, wie bescheuert ich denn wohl wär, jetzt ging das Alttier da nicht mehr bei, das wär das Todesurteil für das Lamm.

Ich: "Soll ich es hier in der Pfütze verrecken lassen? So kalt wie das ist, krepiert das eh bald. Wann kommen Sie? Ich warte!"

Sie: Sie könne nicht kommen, sie sei unterweg, das würde bestimmt noch mindestens ne halbe Stunde dauern.

Ich weiß, dass sie Angestellte hat. Da sind normalerweise immer Männer mit einem Auto unterwegs, die die Schafe versorgen. Hätte sie ja auch die schicken können?

Ich: "Wenn sie in der halben Stunde nicht hier sind, ruf ich die Polizei an."

Sie: "Die Polizei kann da auch nix dran machen." Dann hat die einfach aufgelegt.

Ich hab gekocht. Gefühlskarrussel! Wut, Hilflosigkeit, Angst es doch falsch gemacht zu haben. Das Tier aus der Jacke rausgenommen, auf ein trockneres Stück Wiese gesetzt. Hund mitgenommen im Wald dann gewartet, ob nicht doch ein Alttier sich kümmert. Eins ist dann nach ner Weile hingegangen, hat das Lamm abgeschüffelt, hat es auch zwischen den Hinterbeinen suchen lassen, aber trinken durfte es nicht. Das Alttier ist weitergegangen, das Lamm blieb wo es war.

Das zweite Lämmchen lag immer noch bewegungslos dort auf der Wiese. Ich bin dann gegangen, weil ich eh nix mehr tun konnte und keinen Bock hatte, mich von der Frau noch unangespitzt in den Boden rammen zu lassen, wenn die ankommt.

Meines Erachtens stinkt diese Schafhaltung eh. Die Alttiere sind Lammwurfmaschinen. So viele Lämmer, wie da rund ums Jahr, auch im Winter geworfen werden, werden da nicht groß. Muss ja auch nicht. Aber da sind das ganze Jahr über Böcke zwischen. Die Schafe kriegen ein Lamm nach dem andern. Das muss sicher auch nicht. Ich hab da schon tragende Alttiere zwischen gesehen, völlig abgemagert aber trächtig. Auf kaputten Beinen hinkend, aber trächtig. Ein Alttier, apatisch am Wassertrog mit dem Maul im Wasser und zwei frisch geborenen Lämmern daneben. Das muss ganz sicher auch nicht!

Am Montag ruf ich beim Veterinäramt an und mach mich mal schlau, ob ich da nun was falsch gemacht hab oder nicht. Und ob man sich fertig machen lassen muss, in so einem Fall. Und ob es normal ist, dass Lämmer mit Nabelschnur fast ne Stunde nach dem Muttertier blöken müssen, bis es kommt und ob dann noch davon ausgegangen werden kann, dass überhaupt eins kommt.

Auf dem Heimweg wollte BamBam nicht mit und hat mich zusätzlich genervt, weil er immer stehen blieb. Bin ich mit dem auch noch ungerecht ausgerastet und musste ihm dann noch mal kurz ins Fell flennen, weil er das auch nicht verdient hatte.

Der Tag ist gelaufen!

Fortsetzung nach einem Gespräch mit einer Schäferin

Donnerstag, 12. November 2015

"Man kann auch einen Elefanten essen, ...

... wenn man ihn in mundgerechte Stücke schneidet!"

Fragt mich nicht, von wem der Spruch ist! Keine Ahnung, aber er begleitet mein Leben, seit ich gelernt habe, dass man sich am besten immer auf sich selbst verlässt, wenn ein Problem ansteht!

Mein Problem hieß diesmal "Staubsaugerentsorgung". Die Abfallwirtschaftsbetriebe wollen ihn nicht abholen, weil das Volumen von 0,5 m³ nicht erreicht wird. In den Restmüll dürfen keine Elektoteile rein. Für die Container zur Entsorgung von Elektrokleingeräten war das Teil aber zu groß. Wer ein Auto hat, kann auch nach Obereschbach fahren und so ein Teil dort abgeben. Ich hab aber kein Auto. Und eine Reise von fast 2 Stunden hin und zurück bei unseren derzeitigen Chaosverhältnissen wollte ich keinem mehr zumuten, nachdem ich eine Absage bekommen hatte. Da kam mir der Gedanke, dass man einen Elefanten auch in der Biomülltonne entsorgen könnte, wenn man ihn kleinschneidet. Also muss man einen Staubsauger auch in kleine Tonnen füllen können, wenn man ihn schreddert. Muss ich also nur die rote Oberschale von der schwarzen Unterschale trennen, dann sollte sich das Problem lösen lassen. Dazu muss ich nur die Schrauben finden. Und die waren tierisch gut versteckt.

Zum Schreddern nehme man folgende Werkzeuge:

Ein paar kleine Schrauben knackten nach Einsatz von roher Gewalt freiwillig aus dem Rahmen, den Zugang zu diesen konnte ich nicht finden. Sie erlaubten mir aber einen Einblick in die Kiste um zu sehen, wo denn überhaupt noch was verschraubt sein musste. 4 Schrauben fand ich, nachdem ich alle Räder geschreddert hatte. Eine Fünfte war tief versenkt, unter einer Dichtung zwischen dem Ansaugstutzen und dem Staubbehälter.

Das Ergebnis von ca. 1 Stunde schweißtreibender Arbeit:

Die rote Oberschale geht jetzt mit allem Kunststoffgeschredder in die Restmülltonne, die schwarze Unterschale mit der ganzen Elektik müsste jetzt in den Elektrokontainer passen.

Mission accomplished! *schweißvonderstirnwisch*

Dienstag, 3. November 2015

Fazit nach der Stabilisierungsphase

Am Samstag war der letzte Tag meiner Stabilisierungsphase. Hab ich nun das Gefühl, dass ich mein Gewicht halten werde? Eigentlich schon. Wenn ich mich weiter an ein paar, leicht einzuhaltende Regeln halte.

Es ist logisch nicht nachzuvollziehen, wann ich zu- oder abnehme. Kann sein, dass man nach einem Kuchentag leichter ist, als nach einem Salattag. Das heißt aber nicht, dass es keinen Sinn macht, einen Salattag/Obsttag einzuschieben, wenn man am Tag zuvor lecker gegessen, oder sogar gesündigt hat. Darum ist das Wichtigste jetzt das tägliche Wiegen, damit man sofort reagieren kann, wenn das Gewicht steigt.

Beispiel:
am Samstag hatte ich Restaurantessen bei der Wanderung, am Sonntagmorgen hatte ich zugenommen. Am Sonntag hatte ich viel zu reichlich Nudeln mit einer köstlichen Nudelsoße, die ich ich selbst gezaubert hatte. Am Montag hatte ich die Toleranzgrenze von 2,3 kg um 400 g überschritten. Am Montag habe ich über den Tag verteilt bis zum Abend 5 Scheiben Schwarzbrot (die sind klein) mit Butter. Das war lecker und gut auszuhalten. Am Abend dann eine ganze Packung Feldsalat mit Öl-Essig-Soße und ca. 250 g gebratene Champions. Bis zum Schlafengehen dann noch 3 mal eine Handvoll Erdnüsse (in der Schale). Die wollte ich eigentlich nicht essen, weil ich ja zugenommen hatte. Heute war mein Gewicht mit 91,1 kg niedriger als am Ende der Diätphase. Das ist nicht logisch, zeigt aber, dass man sich auch nicht kasteien muss, um das Gewicht zu halten. Es geht rauf und runter, nach irgendwelchen unverständlichen Gesetzen.

Fastentage einzuschieben ist schwer. Für mich ist das schwerer, als eine ganze Diätzeit mit Nullessen auszuhalten. Aber zwischen "Fresstagen" finde ich es sehr schwer, mich zu beherrschen. Der Hunger lässt mir dann keine Ruhe. Das mag bei Anderen besser funktionieren.

Ich bin sehr gespannt, wie ich die kommende Advents- und Weihnachtszeit überstehe. Den ganzen leckeren Düften zu widerstehen und die ganzen geschenkten, selbstgemachten Kekse liegenzulassen wird mir nicht gelingen. Ich will keine dauerhafte 3 hinter der 9! Das ist mein Ziel. Wenn ich das schaffe, bin ich sehr zufrieden mit mir.

Samstag, 31. Oktober 2015

Herbstwanderung

Traumhaftes Wetter, zwei traumhafte Hunde - der Eigene und sein Freund Balou, den wir heute sitten mussten - das hat uns rausgetrieben. Wie das für die Hunde war steht HIER. Ich glaub, sie waren voll zufrieden. Hier nun einfach nur ein paar schöne Herbstbilder. Die Farben überschlugen sich heute im Sonnenlicht. Es war sehr windig und frisch draußen. Aber es war eine wunderschöne Wanderung. Am Mutzbach entlang bis Dünnwald, dort einmal um den Baggersee und wieder zurück.

Der Mutzbach hat sehr viel Wasser. Hier war ich froh,
dass ich die Gummistiefel anhatte.


Zwergen- und Elfenland




Blick von hoch oben runter auf einen kleinen See.



Alle Wege liegen derzeit dick voller Laub.
 Blicke über den See. Man erkennt, wie windig es war.


abgestorbener, weißer Riese
bei der Diepeschrather Mühle


Und wieder dickes, goldenens Laub.
 Am Abend auf dem Balkon wurde die Sicht dann sehr trübe. Sehr schade, denn ich warte ja seit vielen Jahren auf das Foto, wo der Colonius die Sonne aufspießt. Beinah wär es heute was geworden. Nicht mittig aufgespießt und leider nur diese dunstige Fernsicht. Aber immerhin, ein Foto nach all den Jahren. Und danach dann noch ein bisschen dramatischer Himmel.

Vielleicht hab ich morgen noch mal eine Chance.



Sonntag, 25. Oktober 2015

Stabilisierungsphase: 3. Woche

Sonntag
Gewicht 92,5 - das ist über der Toleranzgrenze!

Vormittags: Müsli
Nachmittags: Äpfel
Abends: 200 g Rinderhack als Frikadellen mit Kohlrabigemüse
spät: Süßjapp gehabt und weiße Schoki gefunden, davon 50 g gegessen. :(

Montag
Gewicht 92,6 - Mist! 
Mittags:  eine kleine Scheibe Eiweißbrot mit etwas Frischkäse und einem halben TL Marmelade
Nachmittags: Besuch war da, wir haben Kuchen gegessen. Ich hatte Hunger, weil ich wegen des Besuchs noch nichts gegessen hatte. Aprikosenriemchenkuchen: Ich die Hälfte, der Besuch ein Drittel.
Abends: in 2 Portionen aufgteilt 500 g gebratene Champis und 3 Eier, eine Portion dann ganz spät noch.


Dienstag
Gewicht 91,4 - Yeah!
Ist das Gewicht trotz Kuchen wieder runtergegangen.

Heute mach ich eine längere Wanderung. Für unterwegts hab ich 2 Äpfel dabei und ein paar Möhren. Zu den Möhren Quark mit meinem Tomatenkräutersalz. Wasser mit Zitronensaft.

Das letzte Stück vom Kuchen hab ich mir aufgehoben für heute Nachmittgag, wenn wir nach Hause kommen.

Abends: Spinat mit Frikadellen


Mittwoch
Gewicht 92,1

Mittags: quarkspeise mit Kirschen
nachmittags: Kartoffelpü, Sauerkraut, Mettwurst
abends: dito
spät: Möhren mit etwas Käse


Donnerstag
Gewicht 91,6 - damit hatte ich jetzt nicht gerechnet, weil das Sauerkraut gehaltvoll war.
mittags: Müsli mit Kirschsaft
nachmittags: 2 Scheiben Schwarzbrot mit Butter
abends und spät: überbackener Chicoree mit gekochtem und rohem Schinken, Schwarzbrot mit etwas Butter und rohem Schinken.

Freitag:
Gewicht 91,7 - damit hatte ich auch nicht gerechnet, weil es doch am Donnerstag viel Schinken war.
tagsüber ein paar Scheiben Schwarzbrot mit Schinken oder nur mit Butter
abends: Pizzakugeln mit Füllung (Schinken, Soße und Mozzi)
spät: Schwarzbrot mit Schinken

Samstag:
Gewicht 91,5 - da hatte ich auch wieder mehr erwartet als gestern
morgens: Müsli. Hab mal ausprobiert, ob das so früh runtergeht, weil wir wandern wollen. Der Balou kommt heute zu uns. Es ging runter.



Sonntag, 18. Oktober 2015

Stabilisierungsphase: 2. Woche

Sonntag
Gewicht: 91,8 - Nach einer Woche also 500 g zugenommen. Das ist bei einer Toleranz von 1 Kilo akzeptabel.

Da ich aber von Montag bis Mittwoche Verabredungen habe, die mit auswärtigem Essen verbundensind, will ich heute versuchen, einen Apfeltag einzuschieben, maximal den Rest Endiviensalat am Abend.

Aber ich merke, dass ich wieder mehr Hunger bekomme und das Verlangen nach Essen größer wird. Gleichzeitig trinke ich zu wenig. Da muss ich also etwas korrigierend eingreifen.

nachmittags: Broccolisuppe mit 250 g Sahne weil mir kalt war. Sehr lecker und Kalorien unter 500.

Da wollte ich dann vorsichtig sein und ich hab NUR gesündigt. Ein Päckchen Pfefferminztaler. Im Nachhinein weiß ich  nicht, warum ich die essen musste. Den letzten karamellkeks hab ich auch vernichtet. Nun ist das ganze Süßzeug weg aber ich ärger mich über meine Disziplinlosigkeit.

Montag
Gewicht: vergessen zu wiegen

Ich muss zeitig los, weil heute viel ansteht in Köln und Leverkusen. Der Tag wird lang und etwas anstrengend. Da war ich so schnell angezogen, dass ich die Waage vergessen habe.

Morgens: Bevor der Bus kam, hab ich mir einen Pfefferbeißer (Mettwurst) und ein Brötchen in der Bäckerei geholt und gegessen.
Mittags: Nach der Beerdigung wars dann auch schon fast 1 Uhr und ich hab bei den belegten Brötchen zugelangt, 4 Halbe hab ich wohl gegessen.

Nachmittags in Köln nichts.

Abends: Gegen 18 Uhr waren wir am Bahnhof, da hatte ich dann doch wieder großen Hunger und hab ein Wrap mit Curryhuhn gegessen und einen Kakao getrunken.

Das war natürlich alles in allem zu viel und zu kalorienreich.


Dienstag
Gewicht: 92,1 - Mit dem Kilo Toleranz sollte ich die 92,3 nicht überschreiten.
Nach dem Tag gestern habe ich mit diesem Ergebnis aber gerechnet.
Mittags: weiß ich nicht mehr
Nachmittags: Kuchen im Liederkranz
Abends: ca. 200 g Rinderhack gebraten mit Endiviensalat


Mittwoch
Gewicht 91,4 - also ist alles angefutterte auch wieder weg mit dem bisschen Disziplin mittags und abends von gestern.
Am Nachmittag war Kuchenessen im Gartencenter. Und da hatte ich richtig Japp auf süß und musste 2 Stücke Kuchen essen.
Am Abend dann Möhren mit Speck und Sahne - auch zu viel.
Das rächt sich!

Donnerstag
Gewicht 92,4 !!!
Tagsüber Äpfel und Eiweißbrot mit etwas Butter drauf.
Nachmittags und abends Spinat mit Speck, etwas Sahne und Kartoffeln
Ganz spät: Ein paar Bonbons.

Freitag
Gewicht  92,1
Mittags: 2 kleine Scheiben Schwarzbrot mit etwas Butter.
Nachmittags; 1 kleine Scheibe Schwarzbrot
Abends: Sauerkraut mit Bauchfleisch
Spät: Rest Bauchfleisch mit Senf und leider BonBons. *grummel*


Samstag
Gewicht: 92,0 - es bewegt sich also alles im erlaubten Rahmen.

Vormittags auf dem Markt 6 kleine Reibekuchen
Wieder zuhause 1 Kilo Zwetschen gefuttert.
Am Nachmittag eine kleine Schale Linsensuppe zum Kosten. Sehr lecker geworden.
Abends Linsensuppe
Spät: Leider die restlichen BonBons. Nu sind sie alle. Ich darf so Zeugs nicht rumliegen haben.



Sonntag, 11. Oktober 2015

Stabilisierungsphase: 1. Woche

 In dieser 3-wöchigen Phase soll ich lernen, das Gewicht zu halten mit einer Toleranz von 1 Kilo Zunahme. Ich soll
  • keine Kalorien mehr zählen
  • langsam wieder Kohlehydrate (Kartoffeln, Nudeln, Reis, Süßes) zu den Mahlzeiten dazunehmen
  • weiterhin viel trinken
  • mich jeden Morgen wiegen
  • sofort reagieren, wenn ich zugenommen habe
Was kann ich tun, wenn ich zugenommen habe?
  • am gleichen Tag noch reagieren
  • kohlehydratfrei essen mit wenig Kalorien
  • Apfeltag machen
Wenn ich merke, dass es schwer fällt, das Gewicht zu halten, obwohl ich mich an die Regeln halte?
  • 6:1 Methode: 6 Tage essen, 1Tag däten
  • 5:2 methode: 5 Tage essen, 2 Tage diäten
Das sind so kurz zusammengefasst die Tipps, die man mir mit auf den Weg gibt. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit Sport zu machen, aber das ist eher keine Alternative für mich. Ich hasse Sport und schnelle Bewegungen. *kicher*


Fazit nach 6 Wochen HCG-Diät

Der Erfolg mit 12 Kilo weniger ist mehr als ich erwartet habe. Ich wäre auch mit 8 Kilo und 95 Kilo Endergebnis zufrieden gewesen. Darum  bin ich sehr glücklich, dass es doch so viel geworden ist.

Wie war das denn nun mit dieser zweifelhaften Diät und den Globuli und so wenig Kalorien?
Antwort: Es war einfach!

Ich hatte insgesamt vielleicht 3 oder 4 Tage, an denen ich abends echten Kohldampf hatte und mehr (Erlaubtes!) gegessen habe als vorgesehen - es hat sich nicht negativ ausgewirkt.

Beim Frühstücksbuffet mit den Freundinnen und in der letzten Woche auch an 2 Abenden habe ich "gesündigt". Das heißt, ich habe Unerlaubtes gegessen und mehr Fett als ich sollte. Aber auch das hat sich nicht negativ ausgewirkt. Ich hatte sogar an den nächsten Tagen eine hohe Abnahme zu verzeichnen.

Zwischendurch, ca. alle 3 bis 4 Tage hatte ich trotz Einhaltung aller Regeln eine Gewichtszunahme zwischen 200 und 500 Gramm. Am Tag danach aber dann Abnahmen von 700 bis 1000 Gramm, so dass ich mir über die Zunahmen dann keinen Kopp mehr gemacht habe. (Aber frustrierend waren die Blicke auf die Waage an diesen Tagen schon!)

In der 5. und 6. Woche habe ich oft gefroren oder ich hatte eiskalte Finger. Darüber muss man sich aber bei einer so langen Diät mit täglich nur 500 Kalorien Brennstoff nicht wirklich wundern. Ich habe mir entweder ein heißes Getränk gemacht, oder ein Stück (unerlaubten) Käse zum Apfel gegessen. Danach war ich wieder warm und es hat sich nicht negativ ausgewirkt.

An einigen Tagen hab ich mich sehr schlappn und schwach gefühlt. Auch das vermutlich eine Folge der wenigen Kalorien. Ich habe dann einfach meinen Kaffee mal mit Milch und Zucker getrunken, oder die erlaubte Fleischportion verdoppelt. Am nächsten Tag wars dann wieder gut.

Das einzige wirkliche Problem war, dass ich in den ersten 3 Wochen nicht ohne "Hilfe" zur Toilette konnte. Mit Sauerkraut, Trockenpflaumensaft, gedünsteten Zwiebeln - alles das lässt mich eigentlich sofort rennen - konnte ich keine Besserung erzielen. Ich habe Movicol genommen und einmal einen Einlauf gemacht. Ab der 4. Woche hat sich das aber normalisiert und es ging wieder von alleine wie geschmiert. 

Nahrungsergänzungsmittel:
Ich hatte mir eine Packung Orthomol bestellt, außerdem hatte ich Kalzium, Magnesium und Traubenkernextrakt hier. Davon habe ich unregelmäßig von allem 1 oder 2 mal die Woche was genommen, auf jeden Fall aber an Tagen, an denen ich mich schlapp fühlte.

Hab ich denn etwas gelernt zum Thema "Ernährungsumstellung"?
Was ich immer wusste war, dass die Lebensmittel, die ich kaufe und esse zwar nicht Bio sind, aber alles immer frisch und eigentlich gesund. Mein Fehler war: Die Portionen waren immer viel zu groß, zu fett und zu süß. Ich habe gelernt,
  • dass Salat auch schmeckt, wenn man ihn mit Joghurt zubereitet, der dann ruhig 3,5% Fett haben darf
  • dass Salat auch schmeckt, wenn nur 1 TL Öl dran ist
  • dass es reicht, die Pfanne mit nur wenig Öl einzupinseln
  • dass kleinere Portionen auch satt machen, ich nur auf mein Sattgefühl (das ich jetzt in der Diät wieder aktivieren konnte) auch achten muss
  • dass ich Durst oft mit Hunger verwechselt und gegessen statt getrunken habe
  • dass langsames Essen kleiner Portionen genau so satt machen, wie das Runterschlingen einer großen Portion
  • dass 100 bis 200 Gramm Fleisch schon eine ganze Menge Zeug ist und man mit einer großen Portion leckerem Salat dazu richtig pappsatt wird. 
Jetzt muss ich aufpassen, dass ich alles das nicht vergesse und in alte Muster zurückfalle. Ich habe viele Anregungen gefunden Gerichte für 2 Personen zu kochen, die ich dann gut teilen und bevorraten kann.

Dabei soll mir die nun folgende 3-wöchige Stabilisierungsphase helfen.